Denn es ist Lucia. Und Yorams nur natürliche Frage in diesem Zusammenhang lautete heute morgen: Warum feiert man eigentlich Lucia? – Gute Frage!, meinten wir unisono, Die musst du deinem Fröken stellen. Sprich: Deiner Lehrerin. Mal sehen, mit welcher Botschaft er heute nach hause kommt, denn selbst nach neun Jahren Schweden haben wir die Botschaft dieses Tages noch nicht geschnallt.
Früher war das mal Pioniergeburtstag – aber das war woanders, in einem anderen, längst verschwundenen Land. Atlantis? Nee, so lange ist es dann doch noch nicht weg, das Land…
Aber hier ist heute Ausnahmezustand, was für mich bedeutet, dass ich oimmer noch nicht weiss, ob ich heute Unterricht habe und, wenn ja, wieviel. Und es ist schon 9.03, und ich sitze schon im lehrerleeren Lehrerzimmer der Schule.
In Erfahrung gebracht habe ich allerdings, dass die Lehrer der Schule – mich ausgeschlossen, morgen ein Weihnachtsspiel vortragen, zweimal vormittags für die Schüler, zweimal abends für die Eltern. Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir es einplanen können, aber so warten meine pensionierten Volksuniversitätsstudenten morgen abend und wollen mit mir Weihnachten feiern mit schwedischen Pfefferkuchen, deutschen Lebkuchen und Stollen sowie jüdischen Sufganiot, Berlinern also. Dazu gibt’s schwedischen Glögg zu trinken, eine Art Glühwein, in Deutschland besser bekannt als Medizin – extra süss, einigermassen eklig, auf alle Fälle heutzutage alkoholfrei imLande der sta(a)(t)tlich verordneten Antialkoholfetischerie. In diesem Glögg schwimmen dann regelmässig Rosinen und Nüsse. Na, dann!
Am Samstagabend, 16 Uhr, ist dann noch Schulabschlusssingen vor dem Gutshaus, das das Gymnasium beherbergt.
Und dann hat der Ausnahmezustand ein Ende, nämlich Weihnachtsferien, drei Wochen, bis zum 8. Januar. Glücklich die Kinder, die bei uns zur Schule gehen. Aber wer fragt schon die Eltern…
Mittwoch, 13. Dezember 2006 at 10:42
Huhu Mischpoke, da bin ich mal gespannt, mein lieber Ehemann arbeitet nämlich noch bis Ende Dezember in Norrköping, mal sehen, was er von Lucia zu berichten hat. Die Safranbrötchen sehen schon mal legga aus, die schmecken meinem Liebsten bestimmt … Alles Liebe, Amouna.
Mittwoch, 13. Dezember 2006 at 10:46
Schade ist so weit weg,sonst könnte er uns ja mal besuchen, was macht er da oben ??? Liebe Grüsse Anneka
Mittwoch, 13. Dezember 2006 at 20:48
Huhu Anneka, er nimmt irgendeine Luftanlage in Betrieb, wenn alles gut geht, fährt er aber schon früher wieder nach Hause. Wir vermissen ihn ganz dolle, da helfen auch die täglichen Telefonate nicht viel … Alles Liebe, Amouna.
Dienstag, 9. Januar 2007 at 23:00
Hallo
bin ja grad am lesen und da dachte ich: Hier ein vielversprechender Link zur Aufklärung: http://www.fiket.de/2006/12/13/lucia-und-die-katzen/
Tom, der hier aus Uppsala bloggt und unheimlich viel rund um Schweden und schwedisches findet und erklärt bringt ein wenig Licht in die Sache und gibt auch noch weitere Hinweis, die nützlich sein können. Aber wahrscheinlich kennt ihr Thomas Blog schon.
noch ne’n lieben Gruß
marco
Dienstag, 9. Januar 2007 at 23:33
Hej hej Marco
Ja kenn ich seit heute , aber was Lucia ist wissen wir schon und Lussekater kommen och in einem anderen Artikel vor und werden da näher erklärt. Aber wir sind nun nicht so als die Schwedenliebhaber hergekommen und auch ziemlich blauäugig. Allerdings würde ich jetzt nicht so einfach wieder zurück nach D gehen, aber vielleicht seit Ihr ja mal hier vor Ort oder zieht ja doch ganz her, Waldorfschule gibts hier auch Kigas und an der Schule ist der König auch gerade als Lehrer. Unsere Kinder gehen auf beides und unsere Lotte in Kalmar. So nun muss ich ins Bett. Liebe Grüsse zurück Anneka