August 2006


… kein Wunder. Drei Kinder schlafen in ihren Betten. Eines nicht. Der neunjährige Jacob musste gestern akut ins Krankenhaus. Blinddarmentzündung! Kurz vorm Durchbruch konnten die Ärzte diesen Schlingel entfernen. Jetzt liegt Jacob da im Kinderkrankenhaus, verkabelt und mit Tropf versehen, aber auch schon wieder frohen Mutes. Und das sind auch wir. Am Montag wird er wohl wieder raus kommen. Gott sei Dank!

Früher hab ich ja immer gefrotzelt, eine Blinddarmoperation wäre ’ne ganz einfache Sache. Das mache im Krankenhaus der Pförtner. Der Gedanke ist mir gründlich vergangen, als ich gesehen habe, wie Jacob verkabelt wurde mit Tropf und Herzmesser und dem einen und anderen, und vor allem mit welchen Schmerzen die ganze Geschichte einher ging.

Aber wie es scheint, ist ja alles soweit überstanden, aber dieser blöde Blinddarm hat uns natürlich gründlich den Shabbes verdorben und das ganze, planungstechnisch durchgestylte Wochenende, ja die ganze Woche rücksichtslos durcheinenader gehauen.

Ich hasse Blinddärme. Sie knallen immer zur falschen Zeit durch. 1996 explodierte Jules als ich gerade mal zwei Tage weg war und nur Muttern allein mit den drei Mädchen – mehr hatten wir da noch nicht, und 1999 war das wohl tollste Blinddarmjahr, das wir bislang hatten: Im Januar wurde Yoram geboren. Im Februar wurde Anneka die Galle geklaut, was zur Folge hatte, dass wir mit Yoram kurzen Prozess machen mussten – weg von der Brust, ran an die Flasche, aber stark wie er ist, hat er sich später wieder stillen lassen; er weiss schliesslich, was gut ist für ihn. Und im März lagen dann Stina und Lotta nacheinander auf derselben Station in Ystad – mit Verdacht auf Blinddarmentzündung. Während Lotta ihren damals einbüsste, war es bei Stina falscher Alarm.

Ich hoffe nicht, dass sich ein solcher Krankenhausmarathon wiederholt. Ein Unglück kommt ja schliesslich selten allein, aber der Unglücke waren ja in diesem Jahr schon genug, wenn man mal ein bisschen über den Tellerrand hinaus schaut, und das grösste davon hat selbst uns im fernen, friedlichen Schweden den ganzen Sommer verhagelt.

stjopa

Oijoi im christlichen dänischen Tagesblatt steht was über unsere Gemeinde:

http://www.religion.dk/nyheder/artikel:aid=301236

und hier kann man sie besuchen: http://pjf.5u.com/

What is Shir Hatzafon?Shir Hatzafon is a progressive Jewish congregation. The words Shir Hatzafon are Hebrew and mean „Song of the North.

Kann man also doch noch: Ruhe tanken im Krachmacherhaus. Manchmal vergess ich’s.

drei meiner schönsten Bilder, kitschig ich weiss, aber ich liebe sie und ich will so gerne wieder dahin.

Guts Nächtle Anneka

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den langen Sommer mit dem vielen schönen Wetter, den schlechten Nachrichten besonders aus Israel, den vielen Touris und unsren Kinder die einfach zuviel spring i benet haben, wie man auf schwedisch sagt, auf deutsch : hochgradig aktive Kinder oder besser gesagt ganz normal und gesund :).

Ja 10 Wochen Ferien muss man erstmal als Eltern überstehen, wenn man die Rappelbande zu Hause hat und selber arbeiten muss ( als Guide in Malmö, Burg Glimmingehus, Lund und Kopenhagen) sowie einen Aufsatz (Kandidatniveau) im September abliefern muss. Dank vor allem unsrer Lotte, auch erst 17 Jahre jung, die versucht hat ihre jüngeren Geschwister in Schach zu halten und zu unterhalten und zu versorgen, wenn ihre Eltern mal wieder das Geld verdienen mussten, um den Sommer finanziell zu überstehen. Hat auch ganz gut geklappt, und die Viere hatten auch einen schönen Sommer mit Baden in der Pfütze, viel Spielen mit den anderen Studentenkindern (deren Eltern auch arbeiten mussten) hier auf unserm Hof im Studentenviertel und auch ab und zu mal in der alten Schulruine, deren Traum wir noch nicht ausgeträumt haben.

Aber nun beginnt wieder die Schule am Montag, diesmal noch besonderer, da Stjopa an der Waldorfschule einen Job bis Ende September als Vertretungslehrer in Deutsch bekommen hat. Lotte, die ja eigentlich Sophie heisst und von ihren Klassenkameraden auch gern mal Soffe genannt wird, fährt Mittwoch wieder Richtung Kalmar zu ihrem Waldorfgymnasium und die beiden Kleinsten fangen nun ganz richtig bei ihrer Lekis an. Jacob beginnt die dritte Klasse und Yoram in der Zweiten. Viel Glück Euch Fünfen !

Die beiden Grössten beginnen zum einen mit ihrem Studienjahr, und Stine ist fast auf dem Weg nach Brüssel zu ihrem AuPairjob. Auch Euch alllesss Glück der Welt , das alles so klappt wie Ihr das wollt.

Ja, und wir Eltern versuchen nun im Eiltempo unsere Aufsätze fertig zu schreiben, wieder Ordnung in die Krachmacherbude und ins Leben zu bringen und sind immer noch fleissig dabei, den Touris alles Wissenswerte über die Gegend und das Land zu erzählen. Puh, meine armen Touris können sich immer Romane anhören, aber bis jetzt gabs nie Beschwerden, im Gegenteil (stolz guck!! 😉 ) und alles mögliche vorzubereiten und die neuen und alten Jobs anzutreten (ich wieder als Mentor für die neuen Judaistikstudis) UND wir freuen uns auf den 13. September, juchhu da gehts für 5 Tage nach Rügen in ein altes Fährhaus auf Ummanz zum Urlaubmachen leider nur zu Sechst, aber dort mit Oma und Opa, die das Ganze auch gesponsort haben.

So und nun muss ich los , habe ja heute wieder eine Gruppe ,aber nur Malmö/Lund. Und die Kinder ( die grossen Jungs + Lotte) sind wie aus dem Häuschen, die dürfen heute nämlich ins Kino zu Asterix und Obelix. Hannah darf bei Stina bleiben, die sich mal von ihrem Herzallerliebsten losreissen konnte und Noah darf mit Papa als Burgguide(-geist) auf Glimmingehus arbeiten. Uns allen eine ruhigen schönen Sonntag.

Ich hätte niemals gedacht, dass wir uns in die Reihe der Weblogger (welch kurioses Wort) mit einreihen, mal sehen , wie lange.
Wir, das sind 9 Menschen die zusammen gehören, denn sie sind eine Familie, Anneka & Stefan (Stjopa) + 7 wunderbare und manchmal nervige, sehr fantasievolle Kinder. Die Eltern lieben sich noch immer, aber vermehren sich garantiert nicht mehr. Nachdem wir unser Rasselbande nun auf die Welt geholfen haben, ist unsre jetzige Aufgabe diese grossen und kleinen Menschlein ins Leben zu begleiten und sie bereit zu machen ihr Leben zu meistern. Nicht sehr einfach, aber was ist schon einfach und wir machen auch sehr oft Fehler, aber irgendwie schaffen wir es und haben auch noch meistens sehr viel Freude daran.
Nun ganz schnell mal zu uns allen:
Juliane, genannt Jule (Ettan) – mit 23 Jahren die Älteste, studiert in Malmö, hat viel mit Islandpferden zu tun, will mal nach Island ziehen, spielt Klavier und hat als Zukunftswunsch Hebamme und Reittherapeut
Marie, genannt Stina (Tvåan)- ist mit 19 Jahren im Sommer fertig geworden mit dem Musikgymansium ,sie hat Altgeige gespielt und will nach einem Jahr Aupair Architektur oder Jura studieren. Sie tanzt nebenbei und ist gerade frisch verliebt. Ab dem ersten September ist das schöne Kind in Brüssel zufinden bei ihrer AuPair Familie.
Sophie, genannt Lotta (Trean)- 17 Jahre jung und wohnt zeitweise in Kalmar, weil sie dort auf ein Waldorfgymnasium geht und dort eine Ersatzfamilie hat für die Tage, wo sie dort oben ist. Sie hat mal Cello gespielt, will gerne Klavier lernen, ist handwerklich sehr begabt und schreibt gerne Geschichten und Gedichte und zeichnet gerne Manga
Dann sind da Jacob (Jacobus)(Fyran)und Yoram (Femman), oft Yori gerufen, beide gehen in die Waldorfschule, 2. und 3. Klasse und nachmittags in Fritids – auch dort. Jacob hat schwimmen angefangen und will wieder Geige anfangen (fehlt leider bloss das Geld für eine Geige). Yoram malt wunderbar und denkt sich Geschichten aus, die ihn leider manchmal selbst verfolgen. 
Und unsere beiden Kleinen Noah (Sexan), 5 Jahre und Hannahle (Sjuan) 3 Jahre haben gerade frisch bei einem neuen Kiga angefangen nämlich auch bei Waldorfs.
Noah ist mit Klumpfüsschen auf die Welt gekommen und Hannahle hat leider Asthma. Sie sind gesundheitlich unsere Sorgenkinderlech.
Zu uns Grossen später noch was, nur soviel, hauptberuflich studieren wir hier in Lund und im Sommer sind wir Guide hier in Skane und Kopenhagen.
Wir kommen beide aus Ostdeutschland und sind nun schon seit 9 Jahren in Schweden.
So nun muss ich ins Bett morgen ist ein neuer Tag und ich habe eine Gruppe morgen die ich durch Lund führen darf/muss.Eine gute Woche uns allen 
Anneka