Nun ist es Sonntagabend, Wochenendende und da wir ja wie oben zu lesen, eine etwas komische Familie sind, sind auch unsere Wochenenden dann nicht so gewöhnlich, wie sie vielleicht sein sollten. Bei uns ist eigentlich nichts gewöhnlich.

Und Pläne machen, sollten man in dieser Familie auch nicht so viele, es kommt meistens anders als man denkt. Fangen wir also beim Freitag an, nie haben wir sonst Freitag was in der Uni und da der König ja auch schulfrei freitags hat, ist das der Tag wo man eigentlich gemütlich zusammen frühstücken könnte ( nur wir Erwachsenen), alle Einkäufe und saubermachen erledigen könnte und dann in Ruhe Shabbes vorbereiten könnte und und…. Ja könnte, aber ne da müssen die Uniislamisten ihre Einführungsvorlesung auf den 1. Dezember legen und dann noch Freitag ( Äh haben die da nicht eigentlich ihren Sonntag ?). Dann noch mitten am Tag, so war der Tag schon zerissen, dann wie gesagt der geplatzte Zahnarzttermin, ja und dann hatten wir am Nachmittag noch eine Winterfaireinladung in die pre-school. Und das war auch eine schöne Sache für die Kinder, Kinderflohmarkt, wo jeder der Vier seine 20 Kronen loswerden konnte und es gab so viel herrlich Unnützes, das man kaum schaffte es sich was auszusuchen. Dann konnte man noch Lose kaufen und was macht Papa er kauft 7 und die Mama noch 1 dazu für 80 Kronen und jeder darf einen von den vielen internationalen Kuchen probieren und Schneemännerkarten mit Glitzer basteln und Plätzchen verzieren mit Zuckerperlen (IGITT wie ungesund) und einen Sari ausprobieren und noch viel mehr . Und das ganze hatte wenig mit Weihnachten zu tun, sondern war ein richtiges Winterfest, ebend weil in diesen Kiga Kinder aus allen Herren Ländern und vielerlei Religionen gehen. Das war sehr schön diese Idee. Ja und stellt Euch vor so haben wir sogar noch was gewonnen bei der Lotterie , bei der man sich den Preis selber aussuchen konnte und die Mama keine neuen Autos oder Restaurantgutscheine gewählt hat, ne sie hat den riesigen Obstkorb genommen , beim zweiten Gewinn gleich 2 Paletten Trinksaft und dann beim dritten weil eh nicht mehr so viel Auswahl war, der Hannah auch noch einen rosaroten Bilderrahmen von ihrer sehr gemochten Prinzessin Lillifee. Wenn das sich nicht gelohnt , oder? Das Geld war dreifach wieder drin 😉 . dezember-160.jpg Und die Wochenration Obst+Saft ist gesichert. dezember-161.jpg

Dann ab nach Hause, den vorbereiteten Shabbes begonnen und noch viel gesungen und erzählt über Jakob und dessen Lebensgeschichte ( unser Jacob war sehr interressiert, das der sooo viele Frauen hatte und sooo viele Kinder). Der Shabbes ging dann sehr ruhig vorbei und ohne grosse Aktivitäten, die mischpoke verfiel in einen Eintageswinterschlaf, der am Samstagabend bendet wurde durch den Aufbruch des Königs mit seinem Sohn Noah in die Waldorflekskolan, da hatte Noah nämlich seinen Lichterholgang durch die Tannenzweigspirale. Er, der Noah fand das ganze nicht so sehr spannend und war dann froh wieder zu Hause zu sein, leider nicht mit dem Apfellicht sondern das mussten sie da lassen und bekamen statt dessen eine Rose, die er gleich im Auto entblätterte. Arme Rose, die kann ja nun eigentlich gar nichts für Noahs Missfallen.

Sonntag dann nach langsamen Angehen des Tages haben, wir uns gegen 2 zum Dreidlach begeben und fleissig Chanukkalieder geübt und lauter Geschichten dazu gehört. Danach dann wieder zur Pre-school, diesmal zum Geld verdienen, den wir machen ab und zu da mal sauber und bekommen dafür dann soviel, das wir unsern Shabbeswein (den man hier ganz einfach im staatlichen systembolaget bekommt- woanders gibts hier ja keine Alkohol) mit ruhigen Gewissen kaufen können , den es ist ja Extrageld hihi. UND diesmal haben wir gleich, das heisst am meisten der König, doppelt soviel verdient und dreifach soviel saubergemacht, uff nicht so einfach Glitter wegzubekommen. Zwischendurch dann der Vater mit dem zweiten Sohne, sprich Yoram auch zur Waldorfs gefahren und wieder die Lichterspirale absolviert, der Kerli ist wenigstens alleine gegangen und hat seine Rose heil nach Hause gebracht.

So nun liegt die ganze Bagage in den Betten, frisch gestriegelt und die wöchentliche Waschzeit (uff 6 Maschinen) ist auch absolviert, muss nur noch Gemüse bestellt werden und Rechnungen bezahlt 😦 und dann müsste eigentlich noch das Wochenblatt für die Waldorfschule gemacht werden, aber das kommt ebend einen Tag später raus. Morgen haben die grossen Kerlis eigentlich einen Tagesoptermin, aber den haben wir in der Freitagshektik total vergessen zu bestätigen, nu müssen wir mal sehen, ob die uns überhaupt nehmen morgen.   Da es nichts lebenswichtiges ist, kann man das auf alle Fälle verschieben.  Der Rest der Woche darf ruhig nicht so hektisch werden, wobei sich die Regierung am Dienstag eine Aufgabe übergehalst hat die nicht so einfach ist, aber davon mehr morgen. Gute Nacht und eine gute Woche uns allen. 🙂 

*annorlunda – ungewöhnlich anders eben annorlunda (bitte weitere Erklärungen bei Urschweden einholen)