Dienstag, 05. Dezember 2006


Tomte Tummetott

Also Tomte Tummetott ist ein wundersames kleines Wesen, halt ein Tomte, und er gehört nun speziell zu einem bestimmtem Bauernhof in Småland und seine ganz spezielle Geschichte hat Assi Lindgren aufgeschrieben (siehe Buch oben). Erstmalig hat aber jemand anderes dieTomtes beschrieben in einem sehr schönen schwedischen Gedicht, was man im Anschluss hier erblicken/lesen kann*, ein Gedicht von Viktor Rydberg aus dem Jahre 1881.

Also so eine Tomte ist sehr wichtig, es gibt Massen davon hier,  hier in Schweden gehört so ein Tomte zu jedem Haus, zu jeder Familie, diese haben also grosse Aufgabe, den Hof, das Haus, die Familie mit allem Zubehör zu dem er gehört zu beschützen. Und oft bringt er auch kleine Gaben und hilft in der Not, dafür muss man abe auch nett sein zum Tomte und ihm ab und zu mal Gröt hinstellen, was nichts anderes ist als Milchreis. Das ist nämlich seine Lieblingsspeise und wenn man die abends vor die Tür stellt so passiert es also tatsächlich das über Nacht alles aufgegessen ist. Könnt Ihr glauben, wenn nicht müsst Ihr herkommen !!!! Nun ist es ja in der morgigen Nacht so, dass bei vielen deutschen und holländischen Kindern der Nikolaus kommt und je nach Artigheitsgrad (uff hört sich das schrecklich an) bringt dieser ja etwas und legt es in die Schuhe. Zu unsern Kindern kommt er allerdings nicht, erstens wohnen wir ja nun nicht mehr in Deutschland und zweitens haben wir  unsern unreligiösen geheimnisvollen „Ersatz“, der hier zu allen Kindern kommt, egal wo die nun herkommen, man muss nur in Schweden leben und an sie glauben. JAJA Die Tomtes und die Trolle!!!! Kommt ja nicht nach Schweden und glaubt nicht an sie!!! Also lange Rede kurzer Schluss heute Nacht hat der Tomte sich also vorgenommen, zu den Mischpokenkindern zu kommen und so werden sie morgen mit leuchtenden Augen in ihren Schuhen etwas Kleines zum Spielen finden und das:

Lindt Rentierdas erste Schokoladenrentier meines Lebens in vierfacher Ausführung, sieht zwar etwas schräg aus, aber es gibt es tatsächlich….

Was ist er doch lieb der Mischpoken – Tomte, oder?

Übrigens gibt es noch ein anderes Buch von Assi Lindgren zum Thema Tomte und das heisst „Tomte und der Fuchs“ (erneut mit wunderbaren Illustrationen von Harald Wiberg und Übersetzung von Silke von Hacht). Tomte hilft in dieser Geschichte einem hungrigen Fuchs, der eines Nachts auf den Bauernhof kommt.

Beide Bücher solltet Ihr lesen und/oder vorlesen jemanden, sie sind wunderbar.

Gute Nacht von einer nun umfallenden Anneka, die heute 6 Stunden gequatscht hat, aber vor sehr angenehmen Schülern. Eins weiss ich werde niemals richtiger Lehrer, reicht mit dem König und die Erlebnisse meiner Kindheit als Lehrerkind.

 Hier nun also das Tomtegedicht im Orginal:

*TOMTEN.

Ursprungligen publicerad i Ny Illustrerad Tidning 1881.

Midvinternattens köld är hård,
stjärnorna gnistra och glimma.
Alla sova i enslig gård
djupt under midnattstimma.
Månen vandrar sin tysta ban,
snön lyser vit på fur och gran,
snön lyser vit på taken.
Endast tomten är vaken.

Står där så grå vid ladgårdsdörr,
grå mot den vita driva,
tittar, som många vintrar förr,
upp emot månens skiva,
tittar mot skogen, där gran och fur
drar kring gården sin dunkla mur,
grubblar, fast ej det lär båta,
över en underlig gåta.

För sin hand genom skägg och hår,
skakar huvud och hätta —
»nej, den gåtan är alltför svår,
nej, jag gissar ej detta» —
slår, som han plägar, inom kort
slika spörjande tankar bort,
går att ordna och pyssla,
går att sköta sin syssla.

Går till visthus och redskapshus,
känner på alla låsen —
korna drömma vid månens ljus
sommardrömmar i båsen;
glömsk av sele och pisk och töm
Pålle i stallet har ock en dröm:
krubban han lutar över
fylls av doftande klöver; —

Går till stängslet för lamm och får,
ser, hur de sova där inne;
går till hönsen, där tuppen står
stolt på sin högsta pinne;
Karo i hundbots halm mår gott,
vaknar och viftar svansen smått,
Karo sin tomte känner,
de äro gode vänner.

Tomten smyger sig sist att se
husbondfolket det kära,
länge och väl han märkt, att de
hålla hans flit i ära;
barnens kammar han sen på tå
nalkas att se de söta små,
ingen må det förtycka:
det är hans största lycka.

Så har han sett dem, far och son,
ren genom många leder
slumra som barn; men varifrån
kommo de väl hit neder?
Släkte följde på släkte snart,
blomstrade, åldrades, gick — men vart?
Gåtan, som icke låter
gissa sig, kom så åter!

Tomten vandrar till ladans loft:
där har han bo och fäste
högt på skullen i höets doft,
nära vid svalans näste;
nu är väl svalans boning tom,
men till våren med blad och blom
kommer hon nog tillbaka,
följd av sin näpna maka.

Då har hon alltid att kvittra om
månget ett färdeminne,
intet likväl om gåtan, som
rör sig i tomtens sinne.
Genom en springa i ladans vägg
lyser månen på gubbens skägg,
strimman på skägget blänker,
tomten grubblar och tänker.

Tyst är skogen och nejden all,
livet där ute är fruset,
blott från fjärran av forsens fall
höres helt sakta bruset.
Tomten lyssnar och, halvt i dröm,
tycker sig höra tidens ström,
undrar, varthän den skall fara,
undrar, var källan må vara.

Midvinternattens köld är hård,
stjärnorna gnistra och glimma.
Alla sova i enslig gård
gott intill morgontimma.
Månen sänker sin tysta ban,
snön lyser vit på fur och gran,
snön lyser vit på taken.
Endast tomten är vaken.

Ein frommer Rabbi wünschte sich, seinem Gott einmal leibhaftig zu begegnen und brachte ihm seine Bitte vor: ‚Jeden Tag komme ich in den Tempel, um dich zu besuchen. Jetzt wäre es mir eine große Freude, wenn du einmal in mein Haus kommen würdest und mich besuchtest.‘
‚Ich komme morgen‘, sagte Gott, ‚mach mir alles bereit‘.


Der fromme Rabbi lief nach Hause und traf die notwendigen Vorbereitungen. Mitten in den Vorbereitungen platzte ein Kind, angelockt vom Duft der Süßspeisen und bat um einen kleinen Kuchen. ‚Morgen bekommst du deinen Kuchen‘, vertröstete der fromme Rabbi. ‚Heute kommt Gott. Geh jetzt, du störst.‘ Doch Gott ließ auf sich warten. Ein Fremder klopfte an. ‚Nein, heute nicht‘, sprach der Rabbi. ‚Morgen kann ich Dir etwas geben. Geh heute zu meinem Nachbarn. Heute kommt Gott. Geh jetzt, du störst.‘

Der Tag verging, aber Gott ließ sich nicht blicken. Als die Spannung fast nicht mehr auszuhalten war, da klopfte ein dreckiger, kranker Bettler an die Tür. ‚Nein‘, scheuchte ihn der Rabbi fort, ‚heute nicht, morgen ist soviel da, wie du willst. Heute kommt Gott. Geh jetzt, Du störst.‘
Aber Gott kam nicht.

Am nächsten Morgen ging der Rabbi voller Zorn in den Tempel und überhäufte Gott mit Anklagen und wütenden Vorwürfen: ‚So oft bin ich zu dir in den Tempel gekommen. Ist es da zu viel, wenn du ein einziges Mal zu mir kommen sollst?‘
‚Was willst du?‘ erwiderte ihm Gott, ‚dreimal war ich da, aber du hast mich nicht erkannt.‘

(Chassidische Geschichte)