Sonntag, 10. Dezember 2006


…. auf den heutigen Nachmittag.

Nur ganz kurz: König Pre-school saubergemacht, Regierung Kinder fein gemacht, dann Dreidlach: Chanukkavorfest mit viel Basteleien (wohin nur damit immer, braucht jemand von Euch vierfach Papiertreidel, vierfach ein Chanukkahäuschen u.m.) und den ersten Sufganiot, dann ab zur Reithalle – erst Lucia (ein Muss in Schweden) zu Pferde und dann nach Pause mit Süssigkeitenverteilung, puh, kam dann die Attraktion des Abends, aber wirklich, unsere Jule mit ihrer Mädchentruppe auf Isländern im fliegenden Töld zu starker isländischer Folkmusik formationsreitend, es war grossartig, bravo Jule, die Jungs und Hannah waren so stolz vor all den Leuten- ihre Jule!!!!, ab nach Hause Kinder gefüttert, waschen der Kinder und der Wäsche, ab in die Koje und Veckoblad(Wochenblatt) für die Waldorfschule fertig gemacht und rausgeschickt. SO jetzt werde ich gerade zu Käsefondue mit Schwarzbrot und Tomaten gerufen (leider ohne Wein – will nicht mal jemand zu Besuch kommen) und dann muss ich noch schnell meinen Mentorsstudenten eine Mail schicken und dann gehts ins Bett. Aber hier erst noch die Fotos, irgend wie bekomme ich sie nicht rein, also werde ich sie in den Fotoblog legen.

Ich bin auch glücklich:

  • weil ich in einem warmen Bett zusammen mit meinem Liebsten gut geschlafen habe,
  • weil ich zwar abrupt aber voller Lebenslust von kalten Füsschen und nassen Mündern geweckt wurde,
  • weil ich jetzt wunderbare Mohnbrötchen bei unser südamerikanischen Bäckerin holen werde, die auch mal mitten am Tage durch den Laden tanzt,
  • weil heute die Kinder sich auf die ersten Sufganiot freuen, da Dreidlach ein kleines Vorchanukkafest als Abschluss feiert,
  • weil wir danach zur Jule (unsrer Grossen) hier gehen werden, zu ihrer Islandpferdevorführung und sie nach einem, nein zwei Monaten mal wieder knuddeln können,
  • weil die kommende Woche sooo voll ist mit Uni, Zahnarzt, Unterricht, Abschlüssen, aber auch Mariespontanbesuch aus Brüssel…. dass ich jetzt noch gar nicht dran denke,
  • weil ich jetzt meinen Süssen mit Kaffeduft und Matschkuss wecken werde und ihn immer noch, juchhu!, liebe,
  • weil ich lebe und hier bin und sein darf und kann….

Ein König lag sterbenskrank im Bett. Keiner der Ärzte und Weisen wusste, wie ihm noch zu helfen sei.Nur eine alte Frau sagte, es sei möglich, den König zu heilen. Dazu müsse man das Hemd eines glücklichen Menschen bringen. Darin könne der König gesunden.

Die Boten des Königs durchsuchten das ganze Land nach einem glücklichen Menschen. Aber vergebens. Nicht einer war zufrieden. Gesunde waren arm, Reiche kränkelten und fühlten sich bedroht, manchen mangelte es an Liebe.

Verzagt kehrten die Boten um. Auf ihrem Heimweg kamen sie abends an einer windschiefen Hütte vorbei und hörten dort einen Mann vergnügt vor sich hin singen:

„Ich bin glücklich, glücklich, glücklich!
Mein Radieschen war vorzüglich.
Herrlich wärmte mich die Sonne.
Bin lebendig – lebenslang!
Hej!
Und es zuckt mir in den Füßen
Werde tanzen mit der Süßen
Und mit ihr phantastisch schlafen!
Gott im Himmel, vielen Dank!“

Die Boten des Königs klopften freudig an die Tür, dass sie gleich aus den Angeln fiel und baten den glücklichen Menschen, er möge dem König helfen und ihm sein Hemd schenken.

Da sagte der Glückliche: „Oh, das tut mir aber leid. Ich hab gar keins!“

( nach einem griechischen Märchen , eine andere Variante schreibt es Lev Tolstoi zu)