Danke für die lieben Worte, sie taten gut und der Tag ist ja wirklich nicht einfach zu streichen, denn wieder holen kann ich meinen Vater sel.A. nicht, aber mich an ihn erinnern und den Kindern, die ihn nicht mehr erleben durften/konnten von ihm erzählen. Es gibt mehrere wichtige Menschen in meinem Leben, aber er und halt meine beiden Grossmütter sel.A. sind hauptamtlich an mir und meinem Werden und Sein beteiligt und zwar ganz dolle positiv.

Gestern Abend war es ganz schön und spannend, ja eigentlich schon am Nachmittag. Da waren nämlich alle Kinder hier, das hatte ich mir gewünscht zu Chanukkah und sie haben es geschafft, nicht so einfach mehr, und auch sehr spannend, da alle so unterschiedlich sind und es ohne kleine Sticheleien und Kabbeleien aber auch herzlichen Lachausbrüchen nicht abläuft. Wie können 7 Kinder von ein und derselben Mutter nur sooo unterschiedlich sein. Es ist mir ein Rätsel…. Mal sehen, ob die Fotos was geworden sind. Nach Kerzenanzünden und auch Geschenkeausteilen gab es dann später ein wunderbares Abendbrotessen mit gebratenem Lachs, Sesamkartoffeln mit Sahnesosse, gebröselten Bohnen und Rapunzelsalat dazu fantastischen Rotwein und hinterher auch noch Nachspeise und das nur wir Grossen Fünf, die Kleineren waren dann schon in den Betten. Mit denen haben wir schon Latkes gegessen und Sufganiot von Martha(S. heissen übrigens in Schweden Munkar- Mönche). Hannah war so glücklich, ihre grossen Schwestern um sich zu haben und wir waren mal endlich wieder in der Überzahl, wir Frauen. Später haben wir noch die Jahrzeitkerze für meinen Vater sel.A. angezündet und sogar meine Mutter hat sich gemeldet  per Telefon und ich konnte mit ihr gut sprechen ( nicht so einfach unser Verhältnis, ich war immer mehr Vatertochter und mein Bruder Muttersohn…). Bin ich sehr froh drüber. Jule und Lotta haben dann im Räuberlager bei uns übernachtet und Stina ist von ihrem Freund noch abgeholt worden… die beiden Letzteren + Freund sind heute abend rüber zu meiner Mutter zu Besuch)

Der Tag heute war voller Aufbrüche und letzter Tag an der Uni dieses Jahr. Nachmittags waren wir zu einer lieben Familie eingeladen, mit allen Kindern und diese haben uns auch überlebt, die Kinder und Jungs haben sich fast perfekt benommen, so ganz dressieren lassen sie sich nicht. Ich hab schon bei den grossen Mädchen (damals zw.5 und10) mal auf dem Flughafen in TelAviv gesagt, als ich alleine mit ihnen unterwegs war und das Flugzeug 3 Stunden Verspätung hatte: I`m only the AuPair , I`m not the mother of these girls.- So waren dann die Blicke nicht ganz so komisch, da die Weiber sich nicht mehr wie guterzogene Mädchen benahmen sondern rumtobten. ( Heute ist der Flughafen von Tel Aviv ein Paradies, wunderbar zum Warten und Geld ausgeben).Ich kann also meine unerzogenen Kinder gut verleugnen 😉

Abends haben wir dann die Chanukkiot angezündet, und heute gab es nur ein Buch über die Kinder der Welt und 50 Kronen pro Kind, das an eine Organisation geht, die Kindern hilft, sind nur 200 Kronen, aber es kommt von Herzen, ausserdem haben sie noch Spielzeug rausgesucht, um es ins Krankenhaus zu bringen.

Wir Eltern haben jetzt den Abend ausklingen lassen mit einem wunderbaren Film, der mich ein bisschen an meinen Vater sel.A. erinnert.

Die Kinder des Monsieur MathieuEin wunderbarer Film, wir können ihn nur empfehlen, selbst für grössere Kinder ist er etwas. Und wir wollen uns irgendwann die Filmmusik kaufen, denn es ist auch eine wunderbare Musik.

Nun gehts aber ins Bett, morgen ist wieder ein neuer Tag, der siebte Tag Chanukkah.

P.S. Eines muss ich noch erzählen, der Noah war ja in der Zeitung, und das Bild da ist noch viel grösser als im Netz und da war er dann richtig drauf zusehen, genau neben der Chanukkiah und er war so stolz, wie ein Spanier stolzierte er gestern durch die Gegend. Und die Beiden hatten ja eine Chanukkiah mit im Kiga und durften die dort zeigen und einen Dreidel und ein Buch zur Erklärung und das Hannahle (fast 4) war auch ganz stolz und verkündete allen die es hören wollte oder auch nicht: Jag är ett judiskt barn, ich bin ein jüdisches Kind. Um kurz darauf uns die Geschichte von Marias kleinem Esel  zu erzählen. Sehr anpassungsfähig diese Kind, nicht. 😉