Sonntag, 21. Januar 2007


… in einer neuen Woche, genau Woche 4 nämlich. Und ich darf gar nicht daran denken, dass diese Woche voll gestopft ist, bis zum Stehkragen. Dagegen war das Wochenende mit der Geburtstagsfeier fürs Hanahle , Dreidlach (für uns das erste Mal nach Jahreswechsel) und einem Berg Wäsche, der gerade nebenbei bewältigt wird, ja nun rein gar nichts.

Montag:   

  • Museumskundebeginn bei der Regierung
  • Germanistikfortsetzung (oder was es denn nun wird dieses Semester) beim König (Kandidatniveau) 
  • Aufsatzkursbeginn (Kandidataufsatz soll endlich fertig werden)
  • erste Mentorenstunde : Thema Shabbat 
  • Elternversammlung 2.Klasse

Dienstag : 

  • Schreiben der Islamminiessays (schönes Wort, ge?)
  • Prüfung zum Holocaustseminar vorbereiten
  • Klaristunde mit Yori
  • Extraunterricht des Königs mit schwedischen Kindern die nach D auswandern werden
  • Elternversammlung Kindergarten

Mittwoch 

  • Museumskunde scharfer Start
  • Vorstellung bei zweiter Mentorengruppe
  • Nachmittags Schwimmen – machen die Jungs ja alleine, man muss nur zu hause sein 
  • Abends: Jacob  hat Scout
  • Versammlung des Elternforums der Waldorfschule (moralische Teilnahmepflicht weil Elternvertreter und Mitbegünder)  
  • Saubermachen in der Waldorfschule für Jacobs Klasse 

Donnerstag

Juchhu noch nichts ausser:

  • dass Lotta aus Kalmar kommt (endlich mal wieder) und zum Kinderarzt muss
  • und ich wieder baden  gehe – ganz und gar freiwillig

Freitag    

  • Museumskunde
  • Einkaufen
  • Shabbes vorbereiten und sich freuen (juchhu!), es kommt nämlich entweder Besuch oder aber wir sind eingeladen – beides gut.  

Am Wochenende dann neben Holocausttaggedenkveranstaltung (wahrscheinlich Synagoge Malmö) auch noch Klezmerfestival im Kulturen (erste Mal in Lund) und nicht vergessen Yorams ausgefallene Geburtstagsfeier zusammen mit Alexandra wird nachgeholt.

Und dann hat der König ja nebenbei noch seinen vormittäglichen Deutschunterricht und nachmittags Germanistikstudium und will eigentlich noch ’nen Aufsatz schreiben und dieses und jenes. Kann uns mal jemand ’nen paarTage schenken.

Was soll’s, wird schon zu schaffen sein, auf alle Fälle haben wir nächste Woche noch keine neuen Geburtstage, die kommen erst die Woche darauf.

Ich wünsche uns und Euch eine schöne Woche und muss jetzt erstmal zur Wäsche. Der König ist noch beim Vorlesen, Ellis Kauts Pumucklgeschichten sind im Moment ganz hoch im Kurs, und darf dann den Computer besetzen.  🙂                                                                                                                                                                                                                     

Nun war es soweit, nach ihrer kleinen Geburtstagskaffeeeinladung (welch schönes Wort in neudeutscher Rechtschreibung – Anm. d. Königs) direkt an ihrem Geburtstag (da waren ja auch schon 4 kleine Mädchen da- aber da waren alle deutschsprachig), durfte sie sich nun das erst mal Gäste zu einer Geburtstagsfeier einladen, Freundinnen aus dem Kindergarten und vom Dreidlach. Oh, was war sie aufgeregt und freute sich wie eine kleine Schneekönigin. Für sie war es so, als ob sie nochmal Geburtstag hätte. Nachdem wir es tatsächlich geschafft hatten, die Krachmacherwohnung einigermassen manierlich herzurichten und einen wunderbaren Geburtstagkaffetisch mit Bärchenkuchen, den ersten Gänseblümchen – oder den letzten vom Vorjahr, das weiss man nicht so genau, mit Schneemännern aus Schokolade und Kakao herzurichten, kamen auch schon die Gäste. Zuerst kam ein Gast der war für die Jungs gedacht, die an diesem Tag samt Vater  in den Tischtennisraum ausquartiert waren. Unser neuer Babysitterjunge kam das erste Mal und wurde auch freudig begrüsst. Er sollte an diesem Tag zusammen mit uns ausprobieren, ob es auch stimmt mit der Chemie zwischen allen Fünfen, es ist ja nicht so eine einfache Aufgabe, auf unsre Löwenbande aufzupassen. Aber er meisterte alles ganz gut, und nun werden wir ihn bald mal engagieren, den grossen schlaksigen J., und er packt das bestimmt. Ja, so ist das, wenn die eigenen grossen „AuPairs“ alle abwandern, schnief. Also nachdem J. gekommen war, ging’s auch schon wie am Schnürchen. und auf einmal waren alle 4 Prinzessinnen samt Mamas (ausser einer) und einem Geschwist bei uns in der 70 Quadratmeterwohnung, wovon nur das Wohn-/Schlafzimmer und Hannahs Kemenate genutzt werden sollte. Es ging alles wunderbar, erst Kaffeetrinken , dann Geschenke angucken, Taschen bemalen, Eis essen und zum Schluss Topf schlagen. Was viel schwieriger war, war, die Mamas, die ja neugierig auf diese komische Mischpoke waren, zu „befriedigen“. Ich weiss nicht, was die sich gedacht haben, aber das ist ja auch egal. Die eine sagte nur: Oh, wie schön bunt das bei euch ist! Und von der extra für sie gebackenen Fruchttorte haben sie auch ein bisschen gekostet. Nun ja, die Kinder gingen glücklich nach hause, im selbstbemalten Täschen noch ein gewonnenes Seifenblasending und einen von Noah gesponsorten Schokomariekenkäfer und gelobten wiederkommen. Naja, und die kritischen schwedischen Mamas, mal sehn, was da nachher erzählt wird. Uff, ich liebe Kindergeburtstagsfeiern ja einigermassen und mag es, sie vorzubereiten, aber möglichst ohne Mütter.

Hannah schlief am Abend wunderglücklich ein und war sehr zufrieden mit sich und der Welt.

PS: Das mit dem Einschlafen kann man heute leider nicht bestätigen…