Januar 2007


Unabhängig voneinander sassen wir beide vor unterschiedlichen Computern und haben an das selbe gedacht und ungefähr das selbe getan. Passiert uns öfter mal, man solle sich also nicht wundern, wenn es hier manchmal aussieht, als würde alles doppelt erzählt werden.

Aber nochmal zum Schnee: So sah es bei uns im März vorigen Jahres vor unserer Wohnungstür aus, und ungefähr so sieht es jetzt wieder aus.

Blick aus dem Küchenfenster, März 2006

PS: Das Rumpelstilzchen auf dem Bild muss wohl Noah sein…

Da sitzt der König in seiner Schule und hat keinen Unterricht mehr und genau dieselben Gedanken wie ich hier in meinem Theologicum, die ich auf meine Mentorsstudenten warte…. hihi . 🙂

Der Winter ist angekommen in Skåne, man glaubt es kaum und wie schneit es da draussen und ich freue mich schon auf die Kinder, wenn sie zu hause nachher berichten werden, was sie alles machen wollen, Schlitten fahren, Schneemann bauen…. Hauptsache er bleibt auch liegen, er ist so nass unser Schnee hier und kalt ist es auch nicht so sehr.

Auf alle Fälle brauchen wir nun nicht mehr singen:

Schneeflöckchen, Weissröckchen wann kommst du geschneit, du wohnst in den Wolken dein Weg ist so weit……

P.S. Die andere Seite: Ich muss noch hoch nach hause auf dem Fahrrad und um 4 wieder runter zum Theologicum, nicht gerade so toll mit nassem Schneestürmchen.

war heute morgen der verwunderte und freudige Ausruf, den Yoram tat, als er vor das Haus trat. Und Jacob begann sogleich Pläne zu schmieden, was er denn heute nachmittag alles machen würde, wenn es dann immer noch Schnee gäbe: Schneeballschlacht und Schneemannbauen, dieses und jenes. Ja, es schneit, das können auch wir nur konstatieren, sogar kräftig, aber bei plus drei Grad und leichtem Wind aus Nord, der aber zusehends stärker wird. Wir können uns also auf die grösste Gatsche des Jahres einstellen und uns fällt da nur noch ein: Muss da jetzt noch sein? Jetzt, wo hinterm Haus schon die Schneeglöckchen und Krokusse neugierig ihre Köpfe aus der Erde strecken und vor dem Haus schon oder noch die Gänseblümchen blühen. Ehrlich gesagt: Ich brauch’s nicht mehr, aber was tut man nicht alles für die Kinder. Man erträgt sogar Schnee, bloss damit es denen Spass macht. Aber gibt es eigentlich was Besseres als Kinder, denen das Leben Spass macht?

… in einer neuen Woche, genau Woche 4 nämlich. Und ich darf gar nicht daran denken, dass diese Woche voll gestopft ist, bis zum Stehkragen. Dagegen war das Wochenende mit der Geburtstagsfeier fürs Hanahle , Dreidlach (für uns das erste Mal nach Jahreswechsel) und einem Berg Wäsche, der gerade nebenbei bewältigt wird, ja nun rein gar nichts.

Montag:   

  • Museumskundebeginn bei der Regierung
  • Germanistikfortsetzung (oder was es denn nun wird dieses Semester) beim König (Kandidatniveau) 
  • Aufsatzkursbeginn (Kandidataufsatz soll endlich fertig werden)
  • erste Mentorenstunde : Thema Shabbat 
  • Elternversammlung 2.Klasse

Dienstag : 

  • Schreiben der Islamminiessays (schönes Wort, ge?)
  • Prüfung zum Holocaustseminar vorbereiten
  • Klaristunde mit Yori
  • Extraunterricht des Königs mit schwedischen Kindern die nach D auswandern werden
  • Elternversammlung Kindergarten

Mittwoch 

  • Museumskunde scharfer Start
  • Vorstellung bei zweiter Mentorengruppe
  • Nachmittags Schwimmen – machen die Jungs ja alleine, man muss nur zu hause sein 
  • Abends: Jacob  hat Scout
  • Versammlung des Elternforums der Waldorfschule (moralische Teilnahmepflicht weil Elternvertreter und Mitbegünder)  
  • Saubermachen in der Waldorfschule für Jacobs Klasse 

Donnerstag

Juchhu noch nichts ausser:

  • dass Lotta aus Kalmar kommt (endlich mal wieder) und zum Kinderarzt muss
  • und ich wieder baden  gehe – ganz und gar freiwillig

Freitag    

  • Museumskunde
  • Einkaufen
  • Shabbes vorbereiten und sich freuen (juchhu!), es kommt nämlich entweder Besuch oder aber wir sind eingeladen – beides gut.  

Am Wochenende dann neben Holocausttaggedenkveranstaltung (wahrscheinlich Synagoge Malmö) auch noch Klezmerfestival im Kulturen (erste Mal in Lund) und nicht vergessen Yorams ausgefallene Geburtstagsfeier zusammen mit Alexandra wird nachgeholt.

Und dann hat der König ja nebenbei noch seinen vormittäglichen Deutschunterricht und nachmittags Germanistikstudium und will eigentlich noch ’nen Aufsatz schreiben und dieses und jenes. Kann uns mal jemand ’nen paarTage schenken.

Was soll’s, wird schon zu schaffen sein, auf alle Fälle haben wir nächste Woche noch keine neuen Geburtstage, die kommen erst die Woche darauf.

Ich wünsche uns und Euch eine schöne Woche und muss jetzt erstmal zur Wäsche. Der König ist noch beim Vorlesen, Ellis Kauts Pumucklgeschichten sind im Moment ganz hoch im Kurs, und darf dann den Computer besetzen.  🙂                                                                                                                                                                                                                     

Nun war es soweit, nach ihrer kleinen Geburtstagskaffeeeinladung (welch schönes Wort in neudeutscher Rechtschreibung – Anm. d. Königs) direkt an ihrem Geburtstag (da waren ja auch schon 4 kleine Mädchen da- aber da waren alle deutschsprachig), durfte sie sich nun das erst mal Gäste zu einer Geburtstagsfeier einladen, Freundinnen aus dem Kindergarten und vom Dreidlach. Oh, was war sie aufgeregt und freute sich wie eine kleine Schneekönigin. Für sie war es so, als ob sie nochmal Geburtstag hätte. Nachdem wir es tatsächlich geschafft hatten, die Krachmacherwohnung einigermassen manierlich herzurichten und einen wunderbaren Geburtstagkaffetisch mit Bärchenkuchen, den ersten Gänseblümchen – oder den letzten vom Vorjahr, das weiss man nicht so genau, mit Schneemännern aus Schokolade und Kakao herzurichten, kamen auch schon die Gäste. Zuerst kam ein Gast der war für die Jungs gedacht, die an diesem Tag samt Vater  in den Tischtennisraum ausquartiert waren. Unser neuer Babysitterjunge kam das erste Mal und wurde auch freudig begrüsst. Er sollte an diesem Tag zusammen mit uns ausprobieren, ob es auch stimmt mit der Chemie zwischen allen Fünfen, es ist ja nicht so eine einfache Aufgabe, auf unsre Löwenbande aufzupassen. Aber er meisterte alles ganz gut, und nun werden wir ihn bald mal engagieren, den grossen schlaksigen J., und er packt das bestimmt. Ja, so ist das, wenn die eigenen grossen „AuPairs“ alle abwandern, schnief. Also nachdem J. gekommen war, ging’s auch schon wie am Schnürchen. und auf einmal waren alle 4 Prinzessinnen samt Mamas (ausser einer) und einem Geschwist bei uns in der 70 Quadratmeterwohnung, wovon nur das Wohn-/Schlafzimmer und Hannahs Kemenate genutzt werden sollte. Es ging alles wunderbar, erst Kaffeetrinken , dann Geschenke angucken, Taschen bemalen, Eis essen und zum Schluss Topf schlagen. Was viel schwieriger war, war, die Mamas, die ja neugierig auf diese komische Mischpoke waren, zu „befriedigen“. Ich weiss nicht, was die sich gedacht haben, aber das ist ja auch egal. Die eine sagte nur: Oh, wie schön bunt das bei euch ist! Und von der extra für sie gebackenen Fruchttorte haben sie auch ein bisschen gekostet. Nun ja, die Kinder gingen glücklich nach hause, im selbstbemalten Täschen noch ein gewonnenes Seifenblasending und einen von Noah gesponsorten Schokomariekenkäfer und gelobten wiederkommen. Naja, und die kritischen schwedischen Mamas, mal sehn, was da nachher erzählt wird. Uff, ich liebe Kindergeburtstagsfeiern ja einigermassen und mag es, sie vorzubereiten, aber möglichst ohne Mütter.

Hannah schlief am Abend wunderglücklich ein und war sehr zufrieden mit sich und der Welt.

PS: Das mit dem Einschlafen kann man heute leider nicht bestätigen…

Wesentlich ist nicht,

Glück gehabt zu haben,

sondern glücklich zu sein.

 

im000127.JPG

Uff das sind die drei Themen, die heute im Vordergrund stehen und so ganz nebenbei Shabbes vorbereiten, Einkauf, Wohnung wieder mal entrümpeln und säubern und Hannahs Geburtstagsfeier  vorbereiten (sind nur 4 kleine Prinzessinnen, dafür aber mit Müttern- die vielleicht pingelig sind). Deswegen auch nur auf die Schnelle und fast im Abflug, denn um 9 muss ich bei der Uni sein, da werden die neuen Studenten begrüsst, da heute offizell das neue Semester (übersetzt ins Schwedische heisst Semester hier Urlaub 😉 ) beginnt. Dann hoch zum Theologen und da eine kurze lange Einführungsrunde, wo ich auch mit beisein muss. Nächste Woche beginnt dann auch mein neues Studium, sehr spannend und es beginnt eine etwas andere Mentorstätigkeit, da Judaistik bis zu 70 Studenten lesen werden. Unsere Uni befindet sich ja im Bolognaprozess (wie gut das wir noch vorher angefangen haben, alles wird jetzt schematisiert, weniger Kreativität, mehr Regeln – da es ja überall in Europa gleich sein soll) und deswegen müssen jetzt alle Theologiestudenten (auch Judaisten und Islamisten) 20 Punkte Baskurs lesen, das heisst, man wird erstmal in alle Religionen eingeführt ( Müsste eigentlich mal der König machen, der hat ja vom Christentum nun nicht die blasseste Ahnung 🙂 ) Und entscheidet sich dann für eine um diese näher zu studieren. MMHHH. Und jetzt ist halt so ein Übergangssemester. Wir haben noch einen rein Judaistikkurs und schon die vielen vom Baskurs, so einzelne Seminare  sind alleine und die meisten Vorlesungen mit allen: spannend! aber auch anstrengend. Mal sehen wie es wird und deshalb muss ich jetzt los , sonst ist mein Doktor dort  doch noch sauer auf mich, schon wieder zu spät und ein bisschen zum schnapulieren muss ich/ derKönig für mich auch noch besorgen, damit wir es am Anfang ein wenig gemütlich haben, so mit Kaffee und Keks und Obstiges. Na dann, auf in den Tag und gut Shabbes und ein schönes Wochenende, möglichst ohne Sturm.

Wieder da von der Wassergymnastik und den König vom Compu verscheucht, der gerade damit beschäftigt war, bei wordpress eine Seite einzurichten, die von dem erzählt, mit dem wir irgendwann vielleicht mal Geld verdienen werden, und ich muss mich revidieren, nein Quatsch mit Sosse aber die Wasseraerobic ist mit der brandneuen Lehrerin eher ein Kickboxen im Wasser, aber immerhin Sport und das Durchschnittalter ist gesunken, bestimmt jetzt bei 40. Ein paar Zwanzigjähriger und genauso viele 65jährige und mich in der Mitte. Nun ja, spannend. So und nun hab ich Hunger, äh , ob das so gedacht ist…..

Ich hab was falsch erzählt, es geht noch jemand baden, Herr Stoiber ist zurückgetreten, berichtet das ZDF gerade, das heisst er wird es und zwar zum Herbst und zwar als Ministerpräsident und Parteivorsitzender. Guck mal einer schau, was sagen den nun die Bayern dazu.

Ich geh jetzt erstmal los… zum baden.

« Vorherige SeiteNächste Seite »