stimmt nicht, hier in Schweden fast das ganze. Und ich hab gedacht, so was war vor allem damals in der DDR wichtig, aber nein, hier, wo man ja sowieso ne Menge von der DDR gelernt hat, sind Beziehungen etwas was man haben muss, oft ohne Beziehung kein Job. Schon in früheren Zeiten hat mir das das Leben schwer gemacht . Warum ? Ganz einfach ich habe/hatte keine Beziehungen, die mir für mein Arbeitsleben oder was anderes von Nutzen hätten sein können und wenn ich sie hatte, habe ich sie wissend oder unwissend nicht genutzt. Weil ich es hasse , wenn man nur durch Beziehungen zu was kommt. Und was bringt es mir , gar nichts. Weil  in Schweden kommst Du nur zu was,  wenn Du auch genügend Beziehungen oder Verbindungen hast. Oder Du hast Glück, aber das ist selten.

Es geht nämlich so: Ich kenne jemanden, der kennt jemanden und der wiederum kennt den und den und der könnte Dir helfen. Oder so: ja, meine Nichte die braucht dringend mal einen Arbeitsplatz, hier wird doch gerade was frei, sie ist zwar nicht das und das und eigentlich hat sie ja noch gar nichts an Berufserfahrungen und Ausbildungen, aber das macht doch nichts, ist ja meine Nichte.

Ich habe als weder Beziehungen und auch kein Glück, nur das grosse Glück mit der Liebe,keine Angst, ich weiss es sehr zu schätzen, bloss davon kann man so schlecht leben, also ernährungstechnisch oder doch “ Luft und Liebe“. Also bekomme ich auch nicht so einfach einen Praktikumsplatz in einem Museum, da ich ja niemanden kenne und ich auch nicht das Glück hatte schon vor der Ausbildung durch einen Bekannten zu erfahren das man am bestens schon anfängt sich zu bewerben, ehe man überhaupt angenommen ist. Ja, so sitze ich jetzt da und weiss nicht, wo ich meine 8 Wochen Praktikum verbringen soll, am besten wohl in Berlin oder Kopenhagen, in den Jüdischen Museen, aber das wäre ja acht Wochen ohne Mischpoke, nej das geht nicht. So nun versuche ich ohne Beziehungen/Hilfe  ins Stadtarchiv zu kommen, und der Vorteil wäre,  da kann ich forschen wegen dem Jüdische Viertel hier in Lund. Schade Kulturen ( Kulturhistorische Museum) wäre ja auch zu passend gewesen. Aber so brauch ich dann auch kein schlechtes Gewissen haben, wegen der 2 Wochen Jerusalem, pöh erstens ist es von der Uni und die Museumsfritzen interessiert ja eigentlich überhaupt nicht richtig was ihre Studenten machen, hauptsache Praktikum.

Danke fürs Meckerndürfen und jetzt gehe ich zum Yori und nebenbei mein Ansuchen im Kopf formulieren: Warum eine Judiastik- Studentin die Museologie studiert so wichtig ist für das Lunder Stadtarchiv!