.. ich bin beeindruckt von dem Buch und dem daraus entstandenen Film, den ich heute Abend durch Zufall gesehen habe.  „Danslärarens återkomst“ oder auf deutsch „Die Rückehr des Tanzlehrers“. Bis jetzt war ich nicht so ein Fan Ihrer Bücher, aber immerhin habe ich einige gelesen, wenn auch mehr als Muss, da ich die deutschsprachige Stadtführerin in Ystad, der Wallanderstadt, bin und bis heute lieber die historischen Stadführungen mache und dem König die Wallanderführungen überlasse. Übrigens wieder jede Woche einmal im Sommer. Nun wusste ich schon, dass Sie ein sehr sehr kritischer schwedischer Mitbürger sind, was ja nicht so oft zu finden ist und das Sie offen sagen, was Ihnen nicht passt und es auch in Ihren Büchern schreiben. So gut, dass doch einige der so schwedenliebenden Deutschen, ganz verstört sind und mich dann fragen: Aber das gibt es doch nicht in Wirklichkeit. Und ich ihnen dann leider das Gegenteil erzählen muss. Den das Ländle hier ist kein Traumland, na vielleicht doch von der Landschaft her, aber sonst ist und war hier sehr viel im Argen. Das, Herr Mankell, beschreiben Sie ja in dem Tanzlehrerroman sehr gut: Angefangen von der kritischen Beschreibung was Schwedens Beitrag im zweiten Weltkrieg und den freundsschaftlichen Beziehungen zu den Nazis betrifft (immerhin gab es über 3000 schwedische SS Soldaten) bis zur heutigen versteckten Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und Neonazismus. Hut ab vor Ihnen. Danke, Herr Mankell, für Ihren Mut.

Nun zum Inhalt des lesenswerten Romans, ich hab es von Amazon rübergeholt,  wo man dieses Buch auch kaufen kann. Der Film dazu  ist übrigens auch sehr gut und nicht nur weil  Tobias Moretti, Veronica Ferres und Oscarpreisträger Maximilian Schell mitspielen.Wie schon gesagt, er verbindet das heute mit dem Vergangenen; und nun hier zu der Amazonbeschreibung:

Die Rückkehr des Tanzlehrers (2 DVDs)Die Rückkehr des Tanzlehrers

Aus der Amazon.de-Redaktion
Ein rabenschwarzer Tag für Stefan Lindman: Erst hört der Kriminalbeamte aus dem südschwedischen Borås von seinem Arzt, dass er wahrscheinlich Zungenkrebs hat, dann liest er auch noch in der Zeitung, dass sein ehemaliger Kollege Herbert Molin in seinem Haus auf brutale Weise gefoltert und ermordet worden ist. Molin hatte sich nach seiner Pensionierung in die Einsamkeit der norrländischen Wälder im Norden Schwedens zurückgezogen — und obwohl Lindman dem verschlossenen Alten nie besonders nah gekommen war, weiß er, dass es ein Rückzug aus Angst war. Doch wovor hatte Molin Angst? Und warum hinterließ der Mörder als sichtbaren Hinweis auf den Dielen des Hauses die blutigen Spuren eines Tanzes: den letzten, tödlichen Tango, zu dem er sein Opfer aufforderte?

Der Schock der Diagnose sitzt tief, doch Lindman schlägt den Erholungsurlaub aus und fährt ins kalte Härjedalen, um dem Mord an Molin auf den Grund zu gehen. Zusammen mit Giuseppe Larsson, dem leitenden Ermittlungsbeamten vor Ort, muss er sich nicht nur mit provinziellen Neidern auseinander setzen, sondern auch mit Molins Vergangenheit als glühendem Faschisten und überzeugtem Söldner in Hitlers Waffen-SS. Während Lindman und Larsson versuchen, die Teile des mörderischen Puzzles zusammen zu setzen, merken sie mehr und mehr, wie erschreckend lebendig die nationalsozialistische Vergangenheit in der Gegenwart ist. Harmlose Nachbarn äußern faschistische Überzeugungen mit schockierender Selbstverständlichkeit und radikal nationalistische Organisationen, wie zum Beispiel jene zum „Wohl Schwedens“, erfreuen sich breitester Unterstützung der schwedischen Bevölkerung. Die schlimmste Erkenntnis für Lindman ist jedoch, dass er nicht mehr sicher sein kann, wem er trauen kann.

Was Henning Mankell in Die Rückkehr des Tanzlehrers umtreibt, ist weniger der alltägliche Rassismus in einer Gesellschaft, die sich weigert ihre eigene Multikulturalität zu akzeptieren (Parallelen zur deutschen Realität sind bei diesem Thema unvermeidlich). Der neue Faschismus, das macht Mankell in seinem Roman deutlich, ist vielmehr ein internationales Phänomen, eine Globalisierung des Bösen, die sich neuester Technologie bedient und mit E-Mails und Internet ihre Netzwerke spannt. Lindman ist zwar nicht Wallander, aber Die Rückkehr des Tanzlehrers ist eindeutig ein typischer Mankell. Die Fähigkeit des schwedischen Erfolgsautoren, eindringliche gesellschaftliche und politische Kritik mit einer packenden, spannenden Geschichte zu verbinden, wird auch hier seine Leser in den Bann ziehen. –Peter Schneck

Kurzbeschreibung
Um auf andere Gedanken zu kommen, fährt Stefan Lindmann, 37 Jahre, Polizeikommissar in Südschweden, hinauf nach Norrland. Dort hat sein ehemaliger Kollege Herbert Molin nach seiner Pensionierung gelebt, bis er Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Lindmann entdeckt, dass Herbert Molin ein ehemaliger SS-Mann war, der 1942 als Freiwilliger auf seiten Hitlers in den Krieg zog. Wenig später findet Lindmann ein weiteres, schlimm zugerichtetes Mordopfer vor, Molins Nachbar, einen pensionierten Geiger. War hier zweimal derselbe Täter am Werk?

Wer fordert einen toten Mann zum Tango auf? Mankells neuer Kommissar Stefan Lindman, 37, steht vor einem Rätsel: Sein ehemaliger Kollege Herbert Molin ist ermordet worden, und am Tatort werden blutige Fußspuren gefunden, die wie Tangoschritte aussehen. Gibt es einen Zusammenhang mit Molins Vergangenheit als SS-Mann? Lindman ermittelt auf eigene Faust in Mankells Heimatort Härjedalen … Henning Mankell hat einen grandiosen Kriminalroman geschrieben, der ein Stück deutsch-schwedischer Geschichte erzählt.