Freitag, 02. März 2007


… für die Kinder werden und so bekommen sie jetzt auch jeder ein feines Kostüm. Wir haben morgen Abend in der Synagoge und am Sonntag zum grossen Fest eine Lillifee-Esther mir rosa Diadem (!) , einen englisch -schwedischen Polizeier , einen RäuberHotzenplotz- Halbindiander und Robin Hood . Toll nicht. Und nun kommen sie gleich alle: die Jungs vom Schwimmen,Die Kinder vom Kiga und ein Gastkind, was jetzt öfter mal da ist,denn leider müssen Mama & Papa solange arbeiten, sie sind beide Ärzte und verdienen gut, haben aber auch weniger Zeit für ihre Süsse. Naja so ist das Halt, entweder das Eine oder das Andere.

P.S. Das Gemeinste an der Wohnungsabsage ist, das man keine Begründung bekommt, ausser man bohrt nach und dass wir jetzt wahrscheinlich wieder von unten anfangen, also seit 3 Jahren warten wir,  na dann…. Zumindest sprechen hätte man mit uns können, nachdem wir auf Platz 1 standen und es vielleicht ja auch mit Bürgen machen können oder Vorrausmiete (aber das darf man hier nicht) und für Bürgen sind wir nicht schwedisch genug. Bin noch immer ein wenig traurig und sauer.

Eigentlich wollte ich gerade schnell mal allen Feiernden fröhliche Purim wünschen und da kommt der Briefträger und bringt einen Brief von der Wohnungsverwaltung. In dem nur der lapidare Satz steht : Hiermit dürfen wir Ihnen mitteilen das wir Sie nicht als Mieter für die Wohnung… gutheissen. Nicht wieso und weshalb sondern nur der Satz. Nach Anrufen bei der Verwaltung sagt die Frau mir kalt, ja wir verdienen nachihrer Meinung zu wenig. Wohlgemerkt, wenn man in Schweden seine Wohnung nicht bezahlt fliegt man nach 3 Monaten bei solchen grossen Wohnungfirmen raus. Ohne pardon. Also die Frau oder deren Verwaltung gibt uns nicht mal die Chance es zu schaffen, weil unser Einkommen nicht so kontinuierlich ist wie bei einem Beamten. Wir haben schon genug, aber ebend nicht so vorzeigbar. Ach Sch… und jetzt heule ich doch. Arme Mäuse, sie und der König und ich hatten uns so gefreut. Ich mag nicht mehr. Was solls, ist halt so, ich bin es müde zu kämpfen. Ausserdem haben wir ja ein Dach über den Kopf. 😦 Und deshalb doch Purim sameach, weil ich muss den Mäusen jetzt ein schönes Purim bereiten und schnell an die Arbeit machen von wegen Hamantaschen und Kostüme. Die sollen nicht so viel mit bekommen von Mamas Traurigkeit und bestimmt auch gleich Papas. Und dann noch schnell Shabbes vorbereiten. Reiss Dich zusammen Regierung, Zurücktreten ausgeschlossen.

Ein schönes Wochenende, gut Shabbes und denkt mal an uns.

…. kommt von Nathalie via Suse und hat mich dann doch getroffen. Also los ,mal sehen was draus wird, ein lila Fleck ?

1. Wie sieht Dein „Modell“ aus für die ersten Jahre Deines Kindes? Ganz zuhause bleiben, Teilzeit arbeiten…?
Bei uns muss ja nun eher heissen, wie sah es aus. Also unsere jüngeren Kinder sind alle durch das wahnsinnig machende schwedische Kigasystem gegangen, alle ab 1 Jahr. (Beitrag unten weiter). Sie haben es überlebt und Hannahle und Noah versuchen immer noch zu überleben und zwar in einer schönen Lekskolan (so heisst sie:Spielschule) bei Waldorfs auf einem Dorf, Hardeberga ( eigentlich besteht das ganze Dorf nur aus der Schule, Kiga, Hort und ein paar Spitzbuben, nein ein paar dortwohnenden Lehrern u.ä. , ach und eine Kirche und liegt am Ende der Welt, Einbahnweg.). Wir haben hier vor Ort leider keinerlei grossmütterliche oder-väterliche Hilfe, ist halt nicht zu ändern. Der König und ich arbeiten wenn man so will freiberuflich und studieren nebenbei noch Vollzeit, haben dadurch aber auch die Möglichkeit unser Kinder oft schon gegen 15/16 Uhr wieder daheim zu haben und im Sommer sind sie halt 8 Wochen zu hause. Die Jungs sind nach der Schule wie fast alle Kinder im Hort 2-3 Stunden, HA haben sie bis jetzt keine zu Hause zu machen oder nun sehr selten.
2. Warum hast Du Dich so entschieden?

Einfach aus der Situation herraus und weil es auch gut „funktioniert“.
3. Bist Du mit diesem Modell zufrieden..was könnte besser laufen?
Ja, bin ich sehr, muss aber meine Zeit noch besser einteilen, die ich für „mich“ habe.

3. Hätte der Vater des Kindes auch gerne „Elternzeit“ genommen?
Hat er, ist hier ganz normal. Der König hat sich sogar die Zeit genau mit mir geteilt und ausserdem ist er es meist, der die Kinder hinbringt und abholt, manchmal wir zusammen.
4. Und was würdest Du zu Eva Herman sagen?
 Schon geschrieben siehe Beitrag  unten, d.h. der König hats gemacht.

So und nun muss ich nur noch ein bisschen saubermachen und Essays schreiben und Kostüme flicken und einkaufen und und …. 😉

Wer möchte denn gerne das Stöckchen : Jeanne ,  willst Du es nicht ? 😉

… für glückliche Kinder.

  1. Man stellt sich nachts hin und filzt (nass) Fuchsohren und näht diese dann noch irgendwie an einen rote Zipfelmütze, damit das Yorikind dann auch ein echter Fuchs ist im Klassentheaterstück. Und man ja der Mama erst im letzten Augenblick Bescheid sagt, dass man das morgen mitbringen soll, oder eigentlich noch extremer, dass sowas überhaupt gebraucht wird. Da frau ein lieber Mensch ist und auch mal an andere denkt ruft man, das heisst frau, auch noch gleich Mitschülers Mama an und fragt ob sie ihrem kleinen Fuchs auch schon Ohren angenäht hat. Da die arme Mama auch nichts von ihrem Fuchskindauftrag wusste , weil das Füchslein hatte nun gleich ganz vergessen zu fragen 🙂 , also 2 Paar Ohren annähen an Mütze und rote Ohrenschützer. Wozu gibt es Nächte.
  2. Ein etwas grössere Töchterlein mit Klasse auf Reisen gehn will, aber dringend einen neuen Pass braucht ( ist ja nun auch 18) und der nur mind 100 Euro hier an der Botschaft kostet, die Reise nach Dtschl, kostet dann auch ein wenig und daselbige Töchterlein ach doch so gerne auch mit auf Chorreise möchte und die ja nun gerade nicht um die Ecke geht, sondern nach London – was macht das Mamachen, die filzt für alle osternfeiernden eierliebenden Menschen hier Ostereier mit der Nadel zum an-den-Strauch-hängen und verkauft diese für 1o Kronen das Stück (Grösse: Vogeleier, also Singvogel) und finanziert so wenigstens zum Teil das Reiseglück von Tochter Nummer 3.

     So sehen die Eier ungefähr aus, haben wir schon mal vor 2 Jahren gemacht und die 500 Kronen zusammen gefilzt für die damalige Klassenfahrt = 50 Eier.

  3. Kämpfte besagte Mutter auch noch heute abend  gegen Mottenansturm , enddeckt bei Ausgrabungsversuchen von Wolle für obengenannte Ostereier ( die ungesponnene Wolle  hats überlebt, anderes nicht und wiederrum anderes ist in den Tiefkühlschrank zur Quarantäne gewandert). Und die beste Schwiemu der Welt tut nun auch noch Mottenzeugs in das nächste Carepaket für Mischpokes, da der Rest von noch Vorhandenem jetzt aufgebraucht wurde. Ich hasse ja nicht viel, aber Motten bei uns in der Wohnung. Oh hoffentlich habe ich die jetzt weg! Alles Wollzeug/Strickzeug ist jetzt jedenfalls  plastisch verpackt, grrr.
  4. So mehr mach ich heute nicht, weiteres Glücklichmachen wird auf morgen verschoben , es ist 12 Uhr- Mitternacht. Oder sollte ich den König noch mal wecken  😉 …..