Mittwoch, 04. April 2007


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Heute morgen den Prüfungsabschnitt habe ich schon mehr schlecht als recht überstanden. Erstens hatte meine Kopf heute ein schmerzendes Eigenleben und zweitens klappte es dann erst nicht so richtig mit der Unitechnik zum Zeigen meiner Bilderbeispiele, weil die Uni hat Mac und ich Word. Irgendwie ging es dann doch, aber nicht so fein wie ich es mir dachte. So ein Mist aber auch. Der Vortrag selber lief gut aber wenn nicht alles so glatt läuft dann ist halt in meinen Augen etwas daneben gegangen. Mal sehen, was unsere Seminarleiterin zum schriftlichen Teil sagt. Meine Komilitonen fanden das Thema schon sehr spannend , alleine auch deshalb weil es auf schwedisch nicht viel gibt darüber, nicht mal das Wort Beutekunst.

Nach Treff mit einem Israeli (wir wollen was am Yom Ha’atzmaut zusammen machen) und Einkauf war ich nur noch froh zu Hause zu sein und Tablette schlucken zu können.

Und kaum halbwegs auf den Beinen, was lese ich da, ein lieber Mensch ist ganz plötzlich gestern Nacht von uns gegangen in Kopenhagen. Am Sederabend haben wir noch von ihm und seiner Familie mit einem anderen gemeinsamen Freund geredet und dass es ihnen ein wenig besser geht ( er hatte einen sehr schlimmen Schlaganfall vor 2 Jahren und sich Dank seiner Frau und seiner Tochter- zwei wunderbaren Menschen, wieder einigermassen erholt). Sie hatten eine schwere Zeit die Drei und die beiden waren so tapfer und haben soviel gekämpft, nicht einfach in einem fremden Land und der Vater war der Ernährer. Und ich weiss nicht wie man K. und L. trösten kann und ihnen zeigen kann, dass man an sie denkt, ohne sie zu nerven . Seit langem wollten wir sie in ihrer neuen Wohnung direkt neben dem königlichen Palast Amalienburg besuchen, schon längst L. sagen und zeigen wie gerne Hannah ihre „alten“Spielsachen hat und besonders den rosa Puppenwagen und das weisse Prinzesskleid aus Lybien. Und wie gerne wir L.  und K. mal hier hätten,nur Angst haben, dass bloss der Platz vielleicht ihnen zu eng wird. Und U. besuchen und mit ihm reden. Und ich fühle mich so schuldig, nicht schon längst mal wieder geschrieben zu haben oder anzurufen, irgendwie hätten wir nach dem Compucrash schon an die neue Nummer kommen können und die emailadresse. Aber immer wieder es aufgeschoben, immer anderes war wichtiger oder kam dazwischen oder ich hab es dann auch wieder vergessen. Und jedesmal, wenn wir zur Gemeinde fuhren nach Kopenhagen dann sagten wir uns, nun müssen wir aber mal anfragen ob wir nicht vorbeikommen können. Das letzte Mal am Montagabend. Und nun weiss ich nicht ob wir nicht am Shabbat, wenn wir beim Schacharit Shabbat gewesen sind, uns den Mut fassen sollten vorbeizuschauen und K. und L. zu sagen das wir an sie denken und mit ihnen trauern und sie umarmen. Ich mag die Beiden sehr und mochte U. so gerne. Was macht man bloss, anrufen ?, denn ich hab nun die Nummer endlich gerade über den Freund aus unsrer jüd. Gemeinde rausbekommen.

Nun ist der Kopfschmerz wieder da und ganz viel Traurigkeit und Dankbarkeit meinen Liebsten bei mir zu haben und die Kinder. Alles Liebe K. und L., und ganz viel Kraft. Machs gut U., Du Kämpfer, viel Frieden Dir und Du wirst in Deiner so grossartigen kämpferischen starken Tochter weiterleben.