Samstag, 14. April 2007


… lässt der König gerade via Telefon verlauten. Und ich höre im Hintergrund , es ist immerhin schon 23 Uhr, lustiges Lachen und Geschnatter. Der König hat heute Nachtwache beim Chedercamp und ist da also auch gut angekommen. (ist immerhin eine Stunde Fahrt bis dahin). Und ich dumme Mama hatte wieder Angst, die können ohne Mama oder Familie nicht eine Nacht überstehen. Ach man bin ich auf der einen Seite froh, dass die schon sooo gross sind und ich hab ja immerhin noch die Kinder, Hannah und Noah, die noch keine Ambitionen auf so ein Lager haben. Obwohl am Freitag als wir die Jungs ablieferten, war Hannah der absolute Mittelpunkt der ganzen Mädchen da und wurde total verwöhnt. Da wäre die am liebsten mit da geblieben. Für mich ist es wichtig die Mäuse fühlen sich wohl und gut aufgenohmen werden und das scheint voll der Fall zu sein. Mal nicht Aussenseiter zu sein, das tut ihnen gut. Und wir haben auch gleich noch die Einladung zum 10tägigen Sommercamp in die Hand gedrückt bekommen. Na ich glaube, da wollen die Kerlis bestimmt mitmachen. Vielleicht sollte ich dann mal ein paar Tage als Betreuungsmutter (sowas suchen sie) mitfahren. Mal nur die Grossen und Muttern und noch ein Haufen Gleichaltrige dazu. So nun werde ich mich auch langsam gen Bett bewegen, ganz alleine ohne den König, ist ja man selten. Aber da Noah seine Nachtwanderung laut vorangekündigt hat, werde ich von Noah Übernachtungsbesuch bestimmt nicht verschont bleiben . Im Moment schlafen die Kleinen beide auf einem Räuberlager (sprich Matrazenl.) vor Hannahles Bett.

Eine gute Woche wünsche ich uns und allen noch, für mich wird sie ja meine ganz Besondere werden!

Spurensicherung, weit entfernt von Deutschland, in Czernowitz, einer Stadt im Osten. Darin lebte ein jüdisches Mädchen, das Gedichte über eine Liebe schrieb, die mehr Traum als Wirklichkeit war. Es war die erste Liebe, zu einem jungen Mann und zu einer Sprache, die nicht ihre Landessprache Rumänisch war. Deutsch war die Sprache, die sie liebte.

Selma Meerbaum-Eisinger Portrait Selmas Leben war kurz. 18 Jahre lang hat sie gelebt. Selma Meerbaum-Eisinger starb am 16. Dezember 1942 im deutschen Arbeitslager Michailowska. Was übriggeblieben und auf abenteuerliche Weise gerettet worden ist, sind 57 Gedichte.

Selma liebte Blumen und die Natur. Sie liebte Rilke, Heine und Tagore. Sie liebte den Sommer, und im Sommer schrieb sie über den Herbst. Oft stand sie lange an einen Baumstamm gelehnt, den Blick in die Ferne gerichtet, abwesend hier und anwesend dort, wo Träume geboren wurden. Selma wußte, daß die Stadt, in der ihre Träume hätten Wirklichkeit werden können, “nun ganz fern ist, wie ein Bild aus einem alten Märchen.” In ihrem Gedicht “Rote Nelken” sagt sie es beinahe entschuldigend, so, als ob sie sich damit abgefunden hätte, daß es ihr nicht mehr zustünde, diese Sehnsucht, dieser Wunsch nach Lachen und Glücklich sein:

“So hör, ich hab’ für dich gelacht.”

Und doch beendet sie einen Brief an ihre Freundin Renée Abramovici, den letzten, den sie in ihrem Leben schreiben wird, mit den Worten: “Küße. Chasak–Selma.” Chasak ist Hebräisch und heißt: “Sei stark.”

Weiterlesen hier: http://www.selma.tv/index.php?path=home

Weiterhören hier:

Selma

 Aus Ehrfurcht vor den Toten wird auf der Hompagevon unserm Judiska Center das zu sehen sein, genau 48 h von heute Abend an, seht selbst hier : www.jcl.se

Was in Israel am Yom HaShoa passiert, das kann man sehr gut bei Miriam in ihren beiden Blogs nachlesen: