Im jüdischen Jahr fängt immer am Neumond ein neuer Monat an. Heute Abend ist es der Monat Iyar. Miriam hat auf ihrer Seite Hamantaschen sehr gut darüber geschrieben. Hier kann man es nachlesen! Und wie sie auch schreibt, hat man die Möglichkeit, im Monat Iyar jeden Tag eine gute Tat (Mitzva) zu begehen, weil wir uns mitten in der Omerzählung, wörtlich übersetzt heisst es Garbenzählen, befinden. Was das ist, kann man hier erfahren: http://de.wikipedia.org/wiki/Omer-Z%C3%A4hlen. In der Zeit des Omerzählens gibt es so einige Besonderheiten, man soll keine grossen Familienfeste feiern, wie Hochzeiten u.ä., und man schneidet sich auch nicht die Haare. Man gut, dass ich meine gutbehaarten Männer alle noch kurz vor Pessach „beschnitten“ habe, ausser den König, der rennt jetzt rum als hätt‘ er ’ne Pudelmütze auf dem Kopf. 

Für mich selber ist Neumond immer eine ganz besondere Zeit, die ich kaum mit Worten beschreiben kann. So bedeutet Rosh Chodesh einen Neuanfang, eine neue Möglichkeit und in mir sind Trauer und Hoffnung zugleich. Trauer, weil die Zeit verfliegt, und ich sie oft nicht so nutzen kann, wie ich es möchte und Hoffnung, dass noch viel Zeit vor mir liegt….

Nun werde ich mich aufmachen und meinem Liebsten und mir ein schönes Abendbrot zaubern, er kam heute erst später von der Guideausbildung, und die Kinder sind schon in ihren Betten. Man soll nämlich an jedem Rosh Chodesh eine festliche Mahlzeit zu sich nehmen, na denn…. Lachs mit Paprika und Kräuterkäse hört sich doch gut an , oder?

Hier kann man auch noch nachlesen, direkt auch über den Rosh Chodesh Iyar: http://www.ou.org/chagim/roshchodesh/

 

In dir
Sonne, Mond und Sterne

Hinter ihnen
unendliche Welten

Hinter dem Himmel
unendliche Himmel

über dir
was deine Augen sehen

In dir
alles Sichtbare
und
das unendlich Unsichtbare

(Rose Ausländer)