Nein, das ist kein neues Theaterstück, sondern das ist das, was mir heute morgen passierte, als ich 50 Leute durch Ystad schleusen und ihnen die dortigen Sehenswürdigkeiten  zeigen wollte. Und ich kann mich nicht erinnern, dass es mich jemals so harsch erwischt hätte, das Wetter. Seit sieben Jahren machen wir das nun mittlerweile, und in Ystad war immer schönes, vielleicht mal durchwachsenes Wetter. Dass es einmal eine Stadtführung dermassen zugeregnet hätte, kann ich mich nicht erinnern. Aber die 50 Berliner hielten mutig durch und gaben zum Schluss sogar noch ein recht ansehnliches Trinkgeld für die Urlaubskasse.

Schon die Fahrt runter nach Ystad glich einer Höllenfahrt, bei strömendem Regen und Scheibenwischern, die da arge Schwierigkeiten hatten, das Wasser wieder weg zu putzen. Aber ich bin dort angekommen, und sogar wieder zurück.

Hier in Lund hat es heute morgen auch gegossen, aber dann hielt sich wohl das Wetter (Glück für unsere Nachbarn, die nämlich unsere vier Rangen dankenswerterweise übernommen haben und versorgten und dafür nun nächste Woche zum Abendessen eingeladen werden) – und gegen Abend hatten wir strahlenden, blauen Himmel, Sonnenschein, der das Herze lachen machte – und die Kinder nicht vom Hof liess. Wenn ich nicht irgendwann eingeschritten wäre, würden die wahrscheinlich immernoch, vermutlich halb schlafend draussen in der Koja sitzen und spielen, sich zwischenzeitlich mal zanken, dass der Hof erbebt, dann wieder Freunde sein, dann wieder meckern, zwischendurch, wenn man Hannah heisst, mal heimlich, still und leise zum Trampolin der arabischen Nachbarn abrücken usw. usf. Gegen halb Acht dann endlich der Durchbruch. Sie kamen rein und schlürften meckernd und ein bisschen mäkelnd die Suppe, die wir von eben jenen Nachbarn noch bekommen haben, die aufopferungsvoll den halben Tag mit der Bande zugebracht hatten. Die Mischpoke also rundum versorgt, was wir auch von der Königin hörten und lasen, die heute zusammen mit Yairush den biblischen Tierpark in Jerusalem unsicher machte.