November 2007


Nach einer grauen (im wahrsten Sinne des Wortes) vorigen Woche, sah diese Woche schon freundlicher aus, allerdings nicht so doll vom Wetter her.

  1. Der König hat noch einen richtigen Job bekommen, er fängt als Deutschlehrer am Kunskapsgymnasium in Malmö an, 20 % – Montags und Mitwochs, aber immerhin. 🙂
  2. Chanukkah nähert sich, Kinder freuen sich wie doll und es sind hier schon kleine liebe Päckel eingetrudelt, Wichtelseitig aus Deutschland und der Schweiz (Danke und ausführlicher Bericht kommt spätestens nächsten Dienstag nach Auspacken), von OmaOpa eine Riesenpaket und 2 oberliebe Strumpfpäckel die jetzt mir samt meiner Füsse gut tun. 🙂
  3. Gestern waren der König und ich in Malmö mit meinem gesamten Kigakollegium in einem Musical, „Alexis Sorbas“. Es war gut gemacht und  wunderbar mal wieder auszugehen. Danke Stina-Marie fürs Kinderhten. 🙂
  4. Und noch so einiges mehr, aber fehlt mir gerade nicht ein, denn nun muss ich los nach Malmö , meine „anderen“ Kinder warten und heute steht viel auf dem Tagesprogramm, Chanukkahtheaterstück üben, Shabbesmittag und-feier und noch ein paar Basteleien zu Chanukkah. 🙂

Ein wunderbares Wochenende uns und Euch und Gut Shabbes. 🙂

… habe ich den gestrigen Mammuttag und der König sein Gespräch, was im Klartext heisst, das er als Assistenzperson für psychisch schwache Menschen arbeiten darf,wenn Bedarf besteht.

Heute morgen haben die mamavermissenden Kinder mich mit Hallo begrüsst und sind jetzt schon fast wieder auf den Weg zur Schule und Kiga. Der König hat seine Erwachsnenschülerin in Malmö und ich düse zu meinen „Kindern“ in den Kiga zum Shabbesfeiern wie jeden Freitag. Challebacken habe ich heute morgen erledigt und Einkaufen samt Winterschuhe für Kerlis wird auf zwischendurch gelegt. Wir haben ja Freitags im Kiga früher geschlossen, da es ja früher dunkel wird und damit früher Shabbes.

Schuhe können es deswegen schon diese Woche sein (ist auch sooo notwendig, weil es echt Minusgrade draussen sind) , denn auf unserem Konto ist eine Extrazahlung gelandet, die eigentlich schon im Sommer kommen sollte. Juchhu Juchha. Des Königs und meine Winterschuhe (müssen) halten noch einen Winter, es lohnt sich doch teurere Schuhe zu kaufen, die halten schon seit 5 Jahren- sehr zu empfehlen: Dänische Entenschuhe, auch erhältlich als Winterstiefel

So nun muss ich los. Euch und uns ein schönes Wochenende, hoffentlich so schön sonnig, wie die letzten Tage.

Shabbat Shalom!

Bestimmt, aber nun muss ich da durch.

9-13 Kigajob, schnell Bus Richtung Lund

13-15 Mit bei Vorlesung:Jüdische Geschichte

15-16 Mentorstreff mit neuen Judaistikstudenten zur Vorlesung

16-17 Anleitung für Mentoren

schnell zum Bus und ab nach Malmö

17.30 – 21 Uhr Personalbesprechung:Thema Wie überleben wir Chanukkah 😉

Endlich nach hause, Ankunft vorraussichtlich 22 Uhr, Challe backen

Oh und Einkaufen wann mach ich das?

Egal irgendwie wird es schon klappen, war nicht morgen Freitag?

So nun muss ich los, mein Bus geht gleich.

P.S. König hat heute Vorstellungsgespräch, bitte Daumen halten.

Herzlichen Glückwunsch, Astrid Lindgren,  zum 100. Geburtstag und Danke für die vielen wunderbaren Bücher.

Hier ein sehr weiser Spruch von ihr, den viele wahrscheinlich nicht kennen, der aber sehr wahr ist:

De som alltid låter barn göra som de vill har fullständigt missförstått begreppet frihet. Det är direkt fegt att säga till sina barn: Gör som ni vill.

Diejenigen, die ihre Kinder immer dass machen lassen, was sie wollen, haben den Begriff Freiheit vollständig missverstanden. Es ist direkt feige, zu seinen Kindern zu sagen: Macht was ihr wollt!

Meine Lieblingsbücher sind:

  ich weiss nicht, wie es auf deutsch heisst.

Da ruft heute Abend ein komischer Knabe hier an, verlangt an der Regierung vorbei den König zu sprechen und erklärt ihm dann, er hätte die Nummer von der Schule gekriegt, da ich ja im Schulkatalog als Schulelternvertreter genannt werde. Dann erklärt er mir, er würde sich mit Thought Field Therapy beschäftigen, die ein gutes Mittel gegen alle möglichen gesundheitlichen und anderen Schwierigkeiten wäre, u.a. Dyslexie. Nachtigall, ick hör dir trapsen! (Und ich hatte schon gedacht, die Schule würde mir jetzt ’nen Therapeuten auf den Hals hetzen wollen,weil ich a bissel meschugge bin…) Aber nein, er will nur einen Vortrag halten vor der Elternschaft der Schule. Was soll man davon halten? Die Königin sagt, er würde sich nur verkaufen wollen.

PS: Ich bin stolz auf mich: würde wollen – rein grammatisch ein Conditionalis oder auch Futur Konjunktiv oder auch Konjunktiv III… und was war’s mehr? (Habe ich mir heute gerade beigebracht, da ein Schüler mich nach dem Conditionalis fragte. Conditionalis? Nie gehört! Aber Woxikon sei Dank habe ich ’ne Antwort gefunden. Guckstu hier! Und auch die Antwort darauf, warum der Mann nach dem Conditionalis gefragt hat, was mir nie im Traum eingefallen wäre. Guckstu hier! Was ich nämlich schon immer ahnte: Es gibt im Schwedischen keinen Konjunktiv. Wir haben ihn immer vermisst, zu recht, wie man jetzt sieht.) Oder aber du guckst einfach mal hier…

… und dann sind es 55 000 Zugriffe auf unser Geschreibsel.

 Danke für Euren virtuelen Besuch und kommt bald wieder vorbei.

 Liebe Grüsse die Mischpoke

im001184.jpg

Nun hab ich endlich den Text von dem Liedchen, welches unsere „Kinder“ im Kiga singen bevor das Benschen anfängt. 

 ידיים למעלה
על הראש
על הכתפיים
אחת שתיים שלוש!

Jadaim lemala al harosch ,

al haktafaim 

– echat schtaim schalosch.

Danke,danke,danke. Toda raba!

Diese CD brauchte ich dringend, aber woher kriegen ist die Frage?

Kann jemand helfen????
 

… der Postkasten, und ich war heute die Erste die da war zum Leeren. Irgendwie würde ich doch manchmal gerne wieder Briefe bekommen von lieben Menschen und nicht nur Rechnungen (aber selbst die waren heute nicht drin). Nun ja, vielleicht ja morgen…..

 so sehen bei uns die Briefkästen aus. (Danke http://www.niloc.ch/bilder/schweden10.jpg ) Manch einer wie auch der Fotospender selbst und auch Freunde von uns haben sie als Mülleimer indentifiziert. Oh bitte nicht, da kommen nur Briefe rein.

Nun ist genau das eingetreten, wovor mich nicht nur ein Mensch gewarnt hat. Ich bin mit der „grauen Eminenz“ des Kiga zusammengestoßen, und diese, in ihrer überheblichen und allwissenden Weise merkt gar nicht, wie sie jemanden  (in diesem Fall mich) bis ins Mark verletzt. Und leider sind wir nur 3 in unsrer Gruppe. Die Dritte ist so ängstlich darauf bedacht, der Ersteren alles Recht zumachen, da sie sowieso stückweise außen vor ist wegen ihrer anderen Religion und weil sie dadurch nicht die geringste Ahnung hat vom Tuten und Blasen. Leid tut mir unsere sehr liebe menschliche Chefin, die zwischen allen Stühlen steht. Nach unserm Stressbeginn im Sommer haben ja 2 von hier unten ganz plötzlich gekündigt bzw. sind einfach weggeblieben und beide waren schon Jahre zuvor hier. Was soll ich machen, Zähne zusammen beißen und erstmal weitermachen oder aufgeben. Drei Gründe sprechen fürs Weitermachen:

  1. Meine „Kinder“ im Kiga sind wunderbar.
  2. Meine Arbeit ansich dort macht mir Spaß, wenn ich denn auch weiter denken darf und nicht nur ausführen.
  3. Wir brauchen auch mein Einkommen dort, auch wenn es relativ wenig ist, ich bin ja auf niedrigster Stufe bezahlt.

Jedenfalls gehe ich heute wieder hin, werde möglichst nichts Eigenes einbringen, alles schnellstens erledigen, was sie anweisen, und so durch den Tag hetzen, was eines der wichtigsten Maxime zu sein scheint, also auch da mitmachen und versuchen, doch noch zu überleben dabei und den Kinder gut zu tun, denn die sollten doch das Wichtigste für uns sein.

Was nicht heißt, dass sie total machen können, was sie wollen und dass man doch gerade bei Tisch auf gewisse kleine Regeln achten sollte. Und wenigstens zusammen anfangen zu essen könnte man doch, oder….. Ohje ich fange schon wieder an, selbstständig zu denken. Aber warum klappt das im Kiga unsrer Kinder so gut, und die sagen zwar kein Gebet aber einen Essenspruch vor dem Essen.

So nun gehts los, Kinderle wecken, was essen und dann hoffe ich, denTag gut zu überstehen mit schweren Kopf und voller Traurigkeit über mich und meine Unzulänglichkeit. Der Arbeitstag heute ist ein Kurzer, nur 4 Stunden. Dann ist nur noch Elternversammlung bei Waldorfs draußen.

Mein größter Wunsch wäre ein jüdischer Waldorfkiga. Vieleicht sollten wir doch nach Harduf ziehen….

november06-050.jpg Mein Besuch im Waldorfkiga in Harduf

Mama, ich liebe Dich, G“tt segne Dich“

Ich war und bin sprachlos.

imag0019.jpg Selbstpoträt des jungen Mannes

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