November 2007


… der Postkasten, und ich war heute die Erste die da war zum Leeren. Irgendwie würde ich doch manchmal gerne wieder Briefe bekommen von lieben Menschen und nicht nur Rechnungen (aber selbst die waren heute nicht drin). Nun ja, vielleicht ja morgen…..

 so sehen bei uns die Briefkästen aus. (Danke http://www.niloc.ch/bilder/schweden10.jpg ) Manch einer wie auch der Fotospender selbst und auch Freunde von uns haben sie als Mülleimer indentifiziert. Oh bitte nicht, da kommen nur Briefe rein.

Nun ist genau das eingetreten, wovor mich nicht nur ein Mensch gewarnt hat. Ich bin mit der „grauen Eminenz“ des Kiga zusammengestoßen, und diese, in ihrer überheblichen und allwissenden Weise merkt gar nicht, wie sie jemanden  (in diesem Fall mich) bis ins Mark verletzt. Und leider sind wir nur 3 in unsrer Gruppe. Die Dritte ist so ängstlich darauf bedacht, der Ersteren alles Recht zumachen, da sie sowieso stückweise außen vor ist wegen ihrer anderen Religion und weil sie dadurch nicht die geringste Ahnung hat vom Tuten und Blasen. Leid tut mir unsere sehr liebe menschliche Chefin, die zwischen allen Stühlen steht. Nach unserm Stressbeginn im Sommer haben ja 2 von hier unten ganz plötzlich gekündigt bzw. sind einfach weggeblieben und beide waren schon Jahre zuvor hier. Was soll ich machen, Zähne zusammen beißen und erstmal weitermachen oder aufgeben. Drei Gründe sprechen fürs Weitermachen:

  1. Meine „Kinder“ im Kiga sind wunderbar.
  2. Meine Arbeit ansich dort macht mir Spaß, wenn ich denn auch weiter denken darf und nicht nur ausführen.
  3. Wir brauchen auch mein Einkommen dort, auch wenn es relativ wenig ist, ich bin ja auf niedrigster Stufe bezahlt.

Jedenfalls gehe ich heute wieder hin, werde möglichst nichts Eigenes einbringen, alles schnellstens erledigen, was sie anweisen, und so durch den Tag hetzen, was eines der wichtigsten Maxime zu sein scheint, also auch da mitmachen und versuchen, doch noch zu überleben dabei und den Kinder gut zu tun, denn die sollten doch das Wichtigste für uns sein.

Was nicht heißt, dass sie total machen können, was sie wollen und dass man doch gerade bei Tisch auf gewisse kleine Regeln achten sollte. Und wenigstens zusammen anfangen zu essen könnte man doch, oder….. Ohje ich fange schon wieder an, selbstständig zu denken. Aber warum klappt das im Kiga unsrer Kinder so gut, und die sagen zwar kein Gebet aber einen Essenspruch vor dem Essen.

So nun gehts los, Kinderle wecken, was essen und dann hoffe ich, denTag gut zu überstehen mit schweren Kopf und voller Traurigkeit über mich und meine Unzulänglichkeit. Der Arbeitstag heute ist ein Kurzer, nur 4 Stunden. Dann ist nur noch Elternversammlung bei Waldorfs draußen.

Mein größter Wunsch wäre ein jüdischer Waldorfkiga. Vieleicht sollten wir doch nach Harduf ziehen….

november06-050.jpg Mein Besuch im Waldorfkiga in Harduf

Mama, ich liebe Dich, G“tt segne Dich“

Ich war und bin sprachlos.

imag0019.jpg Selbstpoträt des jungen Mannes

Eine gute Woche Euch und uns!

„Ich werd verrückt, es schneit“ – O-ton Yoram am Shabbesmorgen.

Darauf Hannah: Juchhu , nun hab ich Geburtstag, es ist ja Winter !!!! (Leider, muss sie doch noch bis Januar warten)

Nach einem herrlichen sonnigen Shabbat, hatten wir Abends ein sternenklares Laternenfest im Waldorfkiga und-schule.

Und alle Wintersachen sind nun endgültig ausgepackt und werden gebraucht, es war nämlich lausekalt.

Und nicht zu vergessen, jemand anderes hatte wirklich heute Geburtstag: Unsere Omamma ist heute 75 geworden: Mazel tov und alles alles Liebe!

september07002.jpg

und ein schönes Wochenende wünscht die gesamte Mischpoke

imag0004.jpg Die Jüngsten der Kinderschar wieder zu hause nach der Chalake von Mayjam vorletzte Woche. Hannahle hat inzwischen eine neue Frisur, Bild kommt später.

imag0001.jpgDer Baum vor der Kopenhagener Gemeinde

Hier ein Lied aus meiner Kindheit:

 

Johann Gaudenz Frhr. v. Salis-Seewis „Herbstlied“ 1782,
zuerst gedruckt im Vossischen Musenalmanach für 1786

1. Bunt sind schon die Wälder,
Gelb die Stoppelfelder,
Und der Herbst beginnt.
Rote Blätter fallen,
Graue Nebel wallen,
Kühler weht der Wind.2. Wie die volle Traube
Aus dem Rebenlaube
Purpurfarbig strahlt!
Am Geländer reifen
Pfirsiche, mit Streifen
Rot und weiß bemalt.
3. Flinke Träger springen,
Und die Mädchen singen,
Alles jubelt froh!
Bunte Bänder schweben
Zwischen hohen Reben
Auf dem Hut von Stroh.4. Geige tönt und Flöte
Bei der Abendröte
Und im Mondesglanz;
Junge Winzerinnen
Winken und beginnen
Frohen Erntetanz.

Und mit meinen Kigakinder hab ich letzte Woche dieses geübt:

HÖSTSÅNG  

Melodi: Broder Jakob

Löven faller

löven faller

 

Faller ner

faller ner

 

Faller ner från träden

landar sen på marken

 

Faller ner

Faller ner

       Rörelser kan göras med händerna

       Text Ingela Öqvist

Tack Dockmormor:www.dockmormor.com

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