Januar 2008


wünscht die gesamte Mischpoke.

Eine Briefmarke zu TuBiShvat aus Israel

Wir waren ja schon gestern zum TuBisvat-Fest/Seder von BneiAkiva in Malmö. Es war nicht schlecht gemacht, aber der Saal hat eine furchtbare Akustik und so war der Lärmpegel kaum zum aushalten. Den Kindern hat es aber gefallen und so haben wir jetzt hier vier Köpfe rumliegen, die darauf warten Grashaare zu bekommen. 😉

Wir haben heute Abend zu hause auch einen kleinen improvisierten Seder gehabt und haben festgestellt, dass wir zu ersten Gruppe des Obstes gehören:

Man teilt das Obst in drei Gruppen:

  1. Früchte deren Schale wir nicht essen, deren Fruchtfleich aber köstlich ist: z.B. Banane – diese Früchte symbolisieren Menschen, die zwar zu wenig Torah gelesen haben, aber immer bereit sind ihren Mitmenschen Gutes zu tun
  2. Früchte deren äusseres Fruchtfleisch man geniessen kann, deren Kern jedoch nicht: z.B. Pflaumen – das wird verglichen mit Menschen, die zwar viel gerlernt haben, aber nur wenig davon in gute Taten umsetzen.
  3. Früchte die man mit Schale,Fruchtfleisch und Kernen essen kann:z.B. Trauben – sie stehen für Menschen, die viel gelernt haben und auch viel Gutes tun.

Im Kindergarten haben wir morgen Öppet hus zu Tu BiShvat und so werde ich ein paar Stunden länger arbeiten, da es erst um 15 Uhr anfängt. Mal sehen, wieviel Eltern kommen. Unsere Gruppen heissen übrigens Rimon 2 und Rimon 3. was das ist, es ist hebräisch und heisst Granatäpfel.

Wer ( wie meine KigaKinder und ich heute- wir haben 7 Grad plus, eine Baum mit rosa Blüten!) blühende Bäume im Frühjahr sieht, sagt folgende Bracha (Segensspruch):

Baruch ata, Adonai
Eloheinu, melech ha-olam,
shelo chisar ba-olam 
davar u-varavo b’ri-ot
tovot v’ilanot tovim
l’hanot bahem b’nei adam . Amen

Gelobt seist Du Ewiger, unser G*tt, König der Welt, der Du nichts hast fehlen lassen in deiner Welt und in ihr gute Geschöpfe und gute Bäume erschaffen hast, um die Menschen durch sie zu erfreuen.Amen

Mögen wir alle viele blühende Bäume sehen und sie auch beachten!

Wir lieben seine Musik sehr !

Hier steht einiges zu ihm: http://de.wikipedia.org/wiki/Shlomo_Carlebach
aber auf englisch gibt es noch mehr: http://en.wikipedia.org/wiki/Shlomo_Carlebach

  1. ….. Kinder anzuiehen -das sollen die gefälligst alleine tun, ausserdem glotzen sie (die Grossen) gerade ZDFtivi 😉
  2. ….Frühstück zu machen – ach der König + 2 der Rabauken schlafen noch
  3. ….Wäsche zu legen – das Fleisch ist schwach , aber der Wille ist da, den Berg abzuarbeiten, was soll man da tun
  4. ….ein Kapitel vom Aufsatz abzuarbeiten- wo ist der eigentlich
  5. ….Rechnungen zu bezahlen – dann wäre ja schon wieder nichts mehr auf dem Konto
  6. …..feine Sachenfür das Tu BiShvatfest rauszusuchen – fängt doch erst um 13 Uhr an
  7. …..eine wichtige Email an alte Freunde weiterschreiben und ABSCHICKEN – dass werde ich bestimmt gleich machen
  8. ….

Und was macht die Frau sitzt am Compu und spielt: Diesmal den Kochtyp, den sie hier gefunden hat : http://krabbtaska.blogspot.com/  . Nur leider klappte es nicht mit dem reinkopieren, tstst und so weiss ich nur noch das ich vom Kochtyp: Herbergsmutter und schöpferisch bin und garantiert keine Jüngerin! Nun denn, so unwahr ist es nicht.

Nun also zum heutigen Sonntag, drei wichtige Eckpunkte gibt es zu beachten:

  • TuBiSvat-Fest in Malmö
  • das sonntägliche Putzen in der Int.Preschool
  • das Zweittöchterlein Stina-Marie von der Fähre abholen Punkt 21 Uhr

Auf alle Fälle läuft die Waschmaschine und derTrockner schon, denn sonntags ist bei uns immer Waschtag, da ja auch diese Maschinen am Shabbes ruhen 😉 und die Regierung(will sagen ich) wird der Versuchung wiederstehen, den König zu wecken, sondern sich statt dessen an all die feinen Sachen machen, die da oben aufgelistet sind, wobei da noch lange nicht alles steht, aber wer zählt schon Kopfwaschen und viermal Fingernägelbeschneiden als Arbeit.

Einen schönen Sonntag und vor allem erstmal: Guten Morgen! 🙂

…. nur ein leichtes Windchen wehte hier, und so haben wir heute einen relativ ruhigen Shabbat verlebt. Der König war noch beim Öppet hus, dem Tag der offenen Tür, der Folkuniversitet und hatte drei Kinder mit sich genommen, aber Deutsch ist nicht so gefragt als Sprache zur Zeit, und es ist noch nicht raus, ob er überhaupt eine Klasse haben wird. Hannah und Jacob fanden den Englischunterricht für Kinder total toll und wollen nun unbedingt dort Englisch lernen, aber trotz 20 % billiger (weil Papa Lehrer dort ist) kostet es immer noch 750 Kronen. Geht im Moment gar nicht. Denn Jacob und Yoram machen ja nun schon bei den Scoutis mit, Yoram spielt Klari und ab Februar macht der Jacob Hiphop und Hannah Kindertanzen. Jetzt ist erstmal Noah dran mit was, ausser Geige spielen will er nichts, aber da sind keine Plätze an der Musikschule frei. Und wir wollen ja auch noch Schwimmen gehen in Familie, wenn möglich einmal die Woche.

Yoram hat angfangen mit seinem neuen Buchprojekt, dass da heisst: Nino und Nina und das Einhorn. Der Vater soll es ihm dann abtippen, er schreibt ja per Hand. Dann malt er dazu Bilder, und dann soll der Vater es ihm öfter kopieren. Die Kopien will er verkaufen und damit der Familie den gewünschten Hund finanzieren. Er schreibt übrigens zum ersten Mal auf Deutsch. Wunderbar.

Wir haben im Fernsehen heute Abend und auch schon letzte Woche wieder so einiges über Israel gesehen, und auch im Netz gelesen. Und auch die Grossen haben Einiges mitbekommen und immer wieder gefragt, was nun wieder los ist. Und so hat der König ihnen sehr gut erklärt, wie dass ist, wenn man immer wieder provoziert wird, und dass es Leute gibt, die absolut nicht wollen, dass es Frieden gibt zwischen Israel und Palästina und dass Viele behaupten, dass nur Israel Schuld ist und sich doch alles gefallen lassen soll. Kein einfaches Thema für Jungs, die mit Hinbrunst Am Israel chaj singen. Ich habe gerade mal wieder bei Lila einiges gelesen und versucht, zum Thema auch in schwedischen Zeitungen was nachzulesen, aber da finde ich nichts, echt komisch, diese Missverhältnis hier in Schweden zu Israel.

So nun werden wir uns langsam zu Bette begeben, uns aber vorher noch das hier zu Ende anhören: Sergej Rachmaninow: Sinfonische Tänze op. 45.

Gute Nacht und Shavua tov, eine gute Woche uns allen.

ESCHET CHAYIL

Siehe auch hier:
https://mischpoke.wordpress.com/2007/08/03/es-gibt-immer-zwei-seiten/

Die Woche war irgendwie ziemlich anstrengend und schlauchend, und so war ich ganz „froh“, dass das Hannahle heute so müde und blass war und einfach nur noch in den Arm genommen werden und es ruhig haben wollte. Da es mir selber im Moment auch so geht, dass ich jeden einzelnen Knochen im Leibe spüre, habe ich  heute uns krank gemeldet. Und so haben wir in Ruhe den Tag begonnen und uns viel Zeit genommen. Der König war auch da und hat mit Noah, der auch zu hause bleiben durfte, aus Solidarität;), aufgeräumt und die Fussböden mehr oder weniger erfolgreich „entkeimt“. Wir haben zusammen Challot gebacken, jetzt haben wir 7 Stück. Und Wäsche gewaschen und sind nun beim Essenkochen, damit wir dann bald Shabbat beginnen können.

Im Fernsehen, Radio, Zeitung und Internet wird Sturmwarnung rausgegeben für heute Nacht und morgen. Der König hat alles draussen versucht festzuzurren und ineinander zu verkanten, damit im Ernstfall maximal das ganze Haus wegfliegt. Wir werden uns einfach ein bisschen verkriechen in unser Wohnhölle. Und uns pünktlich nach Shabbes wieder melden ob wir nun weggeweht sind oder nicht. Ich glaub, ich sollte nicht darüber scherzen. Der Januar ist ja berüchtigt für seine Stürme hier.

So nun muss ich wieder Richtung Shabbesmiddag, also auf deutsch dem Essen für Shabbat. Das gibt es heute bei uns:

  • Gnocchi
  • Huhn in Sahnesosse (keine Angst ist Sojasahne)
  • Tomaten-Avocado-Chalottensalat mit Pampelmusensaft
  • Pilzsallat in Senfsosse
  • warme grüne Bohnen mit zerkleinerten Tomaten, darüber Semmelbrösel mit Margarine (gibt es eigentlich milchfreie Butter?)
  • Obstsalat mit Vanilleeis

Euch und uns ein schönes Wochenende und gut Shabbes.

Und am Sonntag sind wir zum grossen Tu Bishvatfest von Bnei Akiva in Malmö 🙂 .

imag0009.jpg Hier unsere Challot, etwas fantasievoll aber voller Freude fabriziert.

« Vorherige SeiteNächste Seite »