…aber mir ist nicht nach Freude zumute (ADAR II beginnt, der Purimmonat und man soll fröhlich sein und sich freuen). Eigentlich wollte ich heute endlich schreiben, dass es wieder bergauf geht, das nach meiner depressiven letzten Woche wieder ein Licht  ach nein mehrere aufgetaucht sind am Horizont und das wiedermal Hilfe kam von Seiten wo wir es nicht so erwartet hätten wie von anderen. Vielleicht kann ich davon nach Shabbes mehr erzählen….

Seit Tagen sind wir wieder mehr gedanklich in Israel als normal und lesen und dikutieren mit Freunden und Bekannten die Situation, leben mit erhöhter Sicherheitsstufe bei der Gemeinde, mit dem Kiga und haben Angst und auch Wut/Traurigkeit vor dem was dort passiert und wie die Welt reagiert. Wie immer ist die eine Seite die Bösen und die andere Seite die Guten. Man macht sich nicht die Mühe es näher zu betrachten, auf alle Fälle nicht hier in Schweden und dass was ich lesen konnte auch nicht sehr in Deutschland. Dank an Lila, die uns und hoffentlich viele Andere doch auch Näheres zeigt und Hintergründe. Wer wirklich interessiert ist an Information über die Situation in Israel sollte bei ihr nachlesen: http://rungholt.wordpress.com .

Unsere Schlichot im Kiga sind mit den Gedanken zu hause und sehen traurig aus. Und ich muss sagen, ich bin froh heute zu hause zu sein, weil Hannahle ziemlich doll erkältet ist. Gestern Abend war ich nur noch geschockt nachdem wir bei Lila das hier lasen: http://rungholt.wordpress.com/2008/03/06/pigua/

Ich mag nicht mehr weiter darüber schreiben, hoffe der König kommt bald nach hause, der hat gestern und heute Vorlesungen vor seinen Gymnasiasten gehabt über Judentum und ist natürlich nicht um Israel drum herumgekommen und hatte gestern ein sehr interessantes Erlebnis, eigentlich sogar mehrere: Ein muslimischer Schüler stand auf und sagte, warum sind wir eigentlich als Muslime so darauf aus das jerusalem uns gehört, wir haben doch unsere wichtigsten und eiligsten Stätten in Mekka und Medina. Ziemlich mutig. Dann das andere: der König vergass total seine Kippa abzunehmen nach der Vorlesung und ist mit ihr in den Essensaal gegangen und dort wurde er an gesprochen von einem Schüler: ach Du bist Jude, ja!?  Ich will nicht, dass er das macht, ich habe Angst. Selbst in der Synagoge wird gesagt, geht nicht offen mit Kippa auf die Strasse. Stolz macht mich aber, dass der Rektor dem König gesagt, dass er sehr beliebt wäre bei Schülern und Lehrern.

Nun noch etwas trauriges  zum Anschlag gestern Abend: http://bogieworks.blogs.com/treppenwitz/2008/03/echos-of-gunfir.html

Ich werde nun mit den Kindern Challe backen und wir werden beim Kerzen anzünden heute Abend an alle unschuldig Getöteten denken und wie immer “ Am Israel Chai“ singen. Shabbat shalom!