April 2008


…. für ein online-Lehrmittel für den Deutschunterricht gesucht. Für ein solches Projekt bin ich gerade auf der Suche nach jemandem, der sich vorstellen könnte, ein paar Fragen zu beantworten und die Antworten zur Verfügung zu stellen. Es geht bei diesem Projekt nicht um hundertprozentige Richtigkeit des Gesagten, sondern darum, die Authentizität des Kursmaterials für das Gymnasium, das wir gerade erarbeiten, zu erhöhen. Und ich als gelernter Ossi habe gerade festgestellt, dass ich es sehr schwer habe, mir das Leben von der Franzi Mayer aus Bad Tölz vorzustellen.

Die Fragen richten sich an eine Frau aus dem Westen; wir haben nämlich schon einen Mann aus dem Osten. Diese Frau sollte 1980 zwischen 16 und 20 Jahren alt gewesen sein und ansonsten eine ganz normale Entwicklung in welchem Beruf auch immer oder eben auch als Hausfrau und Mutter durchgemacht haben. Allzu exotische Geschichten verkomplizieren nur das Verständnis. Hoch interessant sind auch Beiträge von Frauen wie Männern der entsprechenden Altersgruppe aus Österreich und der Schweiz, Lichtenstein, Luxemburg, Südtirol, dem Elsass, Namibia und anderen Gegenden, wo Deutsch als Muttersprache gesprochen wird.

Ich hänge einfach mal die Interviewfragen hier dran.

All das soll in diesem Material in einem Kapitel münden, wo die Schüler etwas über das Leben Gleichaltriger vor knapp dreissig Jahren lesen und sich dann eigene Gedanken über ihr eigenes Leben, ihre Träume und Zukunftsvorstellungen machen sollen.

Ja, Ihr habt richtig gelesen: GWB stirbt. Nee, nee, nicht der amerikanische Präsident, sondern Great White Beast. Nach eine akuten Auspuffkatarrh, der nun schon seit einiger Zeit anhält, haben die Ärzte nun ein Loch im Schalldämpfer diagnostiziert, das er sich wohl am Samstag in Kopenhagen zugezogen hat, wahrscheinlich die Strafe Gottes dafür, dass wir am Shabbes mit dem Auto zum Seder nach Kopenhagen gefahren sind, anstatt einen eigenen zu hause zu machen. Danach stand er drei Tage auf dem Parkplatz und sollte sich eigentlich eholen. Geld für eine Kur, sprich: Werkstatt, gibt es in diesem Haus momentan wie immer nicht. Und heute morgen musste ich ihn nun anwenden, um wenigstens die Kinder in den Kindergarten zu bringen, und es stellte sich heraus, das er nun auch noch eine akute Bremsdisfunktion aufweist, was natürlich dazu führt, dass jede Bewegung mit ihm schädlich ist und eben tödlich enden kann, tödlich nicht nur für ihn. Es bleibt also nur noch die Möglichkeit, ihm so schnell wie möglich einen Kuraufenthalt zu gönnen. Aber wie? Die zweite Möglichkeit wäre, ihn den Ewigen Jagdgründen zu übergeben – und Fahrrad zu fahren. Oder hat jemand ’ne bessere Idee…?

Nun haben wir alles Chametz was in unserm Haus noch ist zu Staub erklärt, ein Teil via Rabbiner verkauft (und fortgeschafft)- das kommt nach Pessach wieder zurück.
Das symbolische Chametz verbrennen ist schon irgendwie was besonderes:
Nicht nur den Unterschied zwischen Chametz und Matze deutlich zu makieren, sondern auch zwischen Winter und Frühling, zwischen allem Unreinen und Reinen.

Nachdem das Chametz ins Feuer geworfen wurde, spreche man folgendes (Kol Chamira):
Alles Gesäuerte oder irgendetwas Gesäuertes, das sich in meinem Besitz befindet, gesehen oder ungesehen, beachtet oder nicht, entfernt oder nicht, sei von nun an als nichtig angesehen und besitzlos wie der Staub der Erde.

Dieses Jahr ist alles etwas schwieriger weil Pesach genau nach Shabbat anfängt, hier kann man einiges nachlesen: http://rechovot.blogspot.com/2008/03/erev-pesach-on-shabbos-first-seder.html

 Zwei unsrer Haggadot, auf schwedisch und auf russisch, aber auf deutsch und hebräisch sowie englisch haben wir auch anzubieten 🙂

Shabbat shalom und Chag sameach!

…heute nämlich mein jüdischer Geburtstag ist. Ich bin nämlich genau ein Tag vor Pessachbeginn geboren. Und da Pessach dieses Jahr auf morgen fällt und mein bürgerlicher Geburtstag gestern war, habe ich gleich 2 Tage hintereinander. Super was.

Heute habe ich noch dazu Jobfrei, weil unsere beiden Kigakinder nicht in den Kindergarten können da Waldorfs Studientag macht. Aber keine Angst, es ist genug zu tun, Restsaubermachen vor Pessach, Shabbes vorbereiten, Chametz verbrennen, Hannah zur Allergieüberprüfung, ihr Asthma ist leider wieder da, Noah hat Zahnarzttermin und Einkaufen müsen wir auch noch. Also Faulenzen ist man nicht heute. Aber ich hab ja Hilfe, der König verschiebt seine Übersetzungsarbeit auf später.

Hier kann man seinen jüdischen Geburtstag ausrechnen: http://www.de.chabad.org/calendar/birthday.htm

Für  mich steht da: Ihr jüdischer Geburtstag ist
13. Nissan 5722

This will occur next on
Freitag, 18. April 2008

 


Nicht nur, dass es ab Samstagabend in diesem Haus nur noch Matze geben wird für eine Woche, nicht nur dass unser Kinder fleissige Matzebäcker auf Probe beim Workshop von Chabad waren, wir waren auch wieder die Matzegrosseinkäufer für das jüdische Lund und so langsam fange ich an von Matze zu träumen. Dabei mag ich überhaupt keine Matze… aber leider der Rest der Familie.

MatzegrosseinkaufMatzegrosseinkauf

 

Hannah die Matzebäckerin Hannah die Matzebäckerin

Matze laut http://de.wikipedia.org/wiki/Matze 

Als Matzen (hebräisch מצה matzá „Matze“, מצות matzót „Matzen“; jiddisch מצה mátze „Matze“, מצות mátzes „Matzen“) werden koschere, flache, ungesäuerte Brotfladen der jüdischen Küche bezeichnet, die aus Wasser und einer der fünf Getreidesorten – Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel – ohne Treibmittel (Hefe, Sauerteig oder ähnliches) gebacken werden.

Um koscher für Pessach zu sein, unterliegt die Herstellung der Matzen strenger rabbinischer Aufsicht. Jeder verfrühte Kontakt des geernteten Getreides oder des Mehls mit Wasser oder einem anderen Säuerungsmittel muss vermieden werden. Der Backprozess, vom Mischen des Mehls mit Wasser bis zum fertig gebackenen Matze darf nicht länger als 18 Minuten dauern.

Matzen werden in der Pessach-Woche von Juden zur Erinnerung an die Befreiung aus Ägypten verspeist. Weil, so wird tradiert (Ex 12, 8.15-17), beim Aufbruch keine Zeit blieb, den Teig für die Brote gehen zu lassen……

Nein, wir haben’s nicht vergessen! Wir tun bloss so! Gestern hatte der Papst Geburtstag, und wo durfte er feiern? In Amerika!

Und heute? Unsere Königin, unsere Regierung, die Mutter der verrückten Zwergenbande und meine Frau und Geliebte – alle diese fünf Damen haben eines gemeinsam: Sie haben heute Geburtstag. Und dazu wollen wir ihnen doch herzlichst gratulieren – mit einem zünftigen Lied:

Weil heute Dein Geburtstag ist, da haben wir gedacht, wir singen dir ein schönes Lied, weil dir das Freude macht. Sogar ein bunter Blmenstrauss schmückt heute deinen Tisch, und wenn du ihn ins Wasser stellst, dann bleibt er lange frisch. Und wenn du einen Kuchen hast, so gross wie Mühlenstein und Schokolade auch dazu, dann lad uns alle ein!

Hoch sollst Du leben! Hoch sollst Du leben! Dreimal hoch, hoch, hoch!

Grattis på din födelsedag,

blommor av alla det slag, till ditt behag!

Das wünschen wir Dir,

Dein König und die Zwergenbande

PS: Einen kleinen Unterschied zum Papst gibt es dann aber doch: Du darfst nicht mit G(eorge) W(.) B(ush) frühstücken, dafür aber wirst Du heute von G(reat) W(hite) B(east) durch die Gegend gekarrt, versprochen!

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