Oktober 2008


… die wilden Kerle Jacob und Yoram, der König, mein kleingrosser Querfussindianer Noah, Kater Simcha Katz …

Bild 1: Auf dem Weg am Erev Sukkoth – der König samt Söhne Nr.1 & 2

Bild 2: Herr Kater Simcha Katz

Bild 3: Sohn Nr.2 mit Klari oder besser Klari mit Sohn Nr 2

Bild 4: Sohn Nr.3 will hoch hinaus

Der König korrigiert gerade die Arbeiten seiner Deutschschüler und da hat doch tatsächlich jemand das schöne alte Wort alldieweil benutzt. Ziemlich ungewöhnlich für einen Schüler der weder deutsche Verwandte hat noch ein Sprachgenie ist. Da ich selber das Wort doch recht oft benutze, so finde ich es gar nicht so ungewöhnlich, alldieweil mein König es als veraltet und nicht so oft benutzt einstuft, aber er stimmt mir zu dass es doch ein sehr schönes Wort ist. MMhh ….

Danke für die deutlichen Worte bei der Verleihung bzw. äusserst couragierten Ablehnung des Deutschen Fernsehpreises für Ihr Lebenswerk. Als Mann der tatkräftigen Worte haben Sie dem deutschen Fernsehen den Spiegel vorgehalten, einer seltsamen Mischung aus Stumpfsinn und ganz wenigen Highlights, wie sich bei der Preisverleihung zeigte:

Ich kann das nicht annehmen. Und ich finde das auch schlimm, dass ich das hier vier Stunden erleben musste. Es gibt ja Abende, die man ganz schön erlebt. Nein nicht, ich werde Ihnen jetzt nicht sagen, mit der Lektüre von Goethe oder Bertolt Brecht. Nein, man kann im Arte-Programm manchmal sehr schöne wichtige Sachen sehen. Ich habe auch früher häufig Wichtiges im 3Sat-Programm gesehen, aber das hat sich jetzt geändert. Meist kommen da schwache Sachen, aber nicht dieser Blödsinn, den wir hier zu sehen bekommen haben.

Schade nur, dass Sie dabei dem scharfzüngigen und schlagfertigen Gottschalk auf den Leim gegangen sind, der, kaum dass Sie ein Angebot zur Güte nach Ihrer umfassenden Fernsehkritik gemacht haben, Sie aus dem Saal komplimentiert und Ihnen im Nachhinein noch ein paar dumm-freche Spitzen hinterher warf, so jedenfalls empfand ich einige seiner Äusserungen, nachdem Sie den Saal verlassen hatten:

So, jetzt sind wir wieder unter uns und können weitermachen.

(Dieses Zitat verrät uns Elke Heidenreich, da es bei der Fernsehübertragung am Sonntag – dankenswerterweise vielleicht – herausgeschnitten worden war.)

Oder, sinngemäss zitiert:

Wenn Sie den Martin Walser treffen, sagen Sie ihm, ich hätte einige seiner Bücher mit grossem Genuss gelesen, vor allem Tod eines Kritikers.

Dank auch an Elke Heidenreich, die das Spektakel in Köln-Ossendorf so treffend charakterisiert hat.

…wird uns wohl nie gelingen, aber immerhin alle Krachmacherkinder samt dem Mischpokenkönig haben gestern die Terasse gesäubert und gemacht und getan um mit Decken und dem schon mal angewendeten Tarnnetz samt viel Laub eine Sukkah zu zaubern. Geschmückt mit ein paar gesponsorten Bnei Akiva Plakkaten und bunten Licht und noch gemalten Bildern sieht sie richtig schön aus. Jacob will ja  gerne draussen auch schlafen, aber es ist definitiv zu kalt. Wir werden nun aber heute zu Erev Sukkoth gar nicht zu Hause sein sondern zu Gast bei der RiesenGrossFamilie (11 Kinder!!!!) von Beit Chabad Lund. In nicht ganz 2 Stunden werden wir warm angezogen uns auf den Weg zu ihnen machen, da sie fast um die Ecke wohnen, wird es ein schöner Spaziergang dorthin sein.  Selbst an unserm Kühlschrank ist nun Sukkoth sichtbar. Ein fröhlicher Etrog hält den Lulav mit den Hadasim und Arawoth in der Hand. http://www.hagalil.com/judentum/feiertage/sukkot/sukoth.htm

Wir wünschen allen die heute Abend die Kerzen (in der Sukkah) anzünden und/oder Sukkoth – das Laubhüttenfest feiern: Chag Sukkoth Sameach!

Und diese Sukkah wünscht sich Hannahle so doll, aber wo bekommt man sie her und wie nach Schweden?

Weisheit der Woche

Mehr als Israel den Schabbat bewahrt hat, hat der Schabbat Israel bewahrt.

(Achad ha-Am)

Danke für die Weisheit ans Webportal Judentum:

Webportal Judentum

Nach einem langen Yom Kippur , der von unserm Jacob sehr bewusst erlebt wurde, er ist mit dem Vater sowohl beim Schacharit als auch noch beim Neila und Maariv. Und zu Hause war dann eine kleine grosse Freude angekommen…. ein kleiner obersüsser roten Kater der also jetzt Simcha – Freude heissen wird. Nach rumtollen und erobern der unteren Etage liegt er jetzt zwischen uns auf dem hundealten Grossmuttersessel und ist völlig k.o. und schläft. Gefressen und gesch… hat er auch schon, also er scheint sich hier absolut wohl zu fühlen. Sei willkommen kleiner Kater Simcha!

2 kleine Draufgänger

Und wenn man nach Simcha im Internet sucht… kommt man zu Simcha…, dem ersten koscheren Bier aus Sachsen, eine Gaumenfreude, wie der Name vermuten lässt!

… zu verstehen , wenn man so kaum Ahnung vom Judentum hat. Und ich denke, dass hier in Schweden die meistens Nichtjuden wirklich kaum etwas wissen über unsere Religion. Keine Ahnung wie das woanders ist. Ich bin heute endlich mal etwas länger alein zu Haus, erstens weil mein Kochjob im Int.PreSchool zu Ende ist und zweitens weil ich mal KlarSchiff machen will ohne Kindergewusel dazwischen.

Nebenbei versuche ich unser Abendbrot vor Yom Kippur vorzubereiten, dass ja für uns Grossen 26 Stunden vorhalten soll, ab 18.30 ist Fasten angesagt…. wobei der König zwischendurch immer noch Tabletten (Penecillin)nehmen muss und dazu auch Wasser trinken wird. Also ich bin gerade am Teig kneten für die Challot für heute Abend, da klingelt das Telefon. Die Mama einer Kigafreundin vom Hannahle, die im Sommer hier weggezogen sind, ist dran. J. hat Sehnsucht nach Lund und ihren Freundinnen und so macht sich Mama und J. morgen auf den Weg hierher, um Freundinnen zu treffen. Nun weiss sie ja, das Freitagnachmittag so ab 16 Uhr nicht möglich ist das Hannahle zu treffen von wegen unserm „Freitagabendfest“ 😉 .Aber das wir jetzt gleich drei hohe Feiertage nacheinander haben, war zu schwierig zu verstehen. Nun ja. Ist ja auch nicht so einfach: erst ROSH HASHANA, dann Yom Kippur und Sukkoth sowie Simcha Torah kommen auch noch. Wobei unsere drei Jüngsten morgen zur Schule/Kiga gehen werden, so haben MaPa und Jacob Zeit in Ruhe in die Synagoge zu gehen, heute Abend zum Kol Nidre werden wir die Grösseren mitnehmen und die Kleineren werden mit Lieblingsbabysitter zu Hause bleiben.

Und was Hannahle und ihre Freundin J. angeht, sie dürfen sich am Freitag um 1Uhr Mittag (wie gut das Papa Zeit hat zum frühen Abholen) sehen, um zusammen im Kulturen eine Runde spielen zu dürfen.

Gmar chatima tova – Möge deine Einschreibung (ins Buch des Lebens) abgeschlossen werden! und Zom kal – angenehmes Fasten!

Gottlieb-Jews Praying in the Synagogue on Yom Kippur

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