מישפּאָכיסקה

Eben nach Hause gekommen von einer einwöchigen Reise nach Jerusalem will ich versuchen zusammenzufassen, was ich gesehen habe.

Was ich gesehen habe, ist eine pulsierende Stadt, die in der ganze Welt ihresgleichen sucht, die allen Schwierigkeiten in dieser Region trotzt, die versucht, jedem die Möglichkeit zu bieten, nach seiner Facon selig zu werden, eine Stadt, die sich entwickelt, die Grenzen überwindet, die verbindet und trennt, ein Schmelztiegel dreier Weltreligionen, in dem sowohl die Wiedersprüche als auch die Ähnlichkeiten deutlich zu Tage treten.

Der Spaziergang in der historischen Altstadt ist ein Spaziergang durch eine mehrtausendjährige Geschichte mit all ihren Brüchen und Brücken. Wir sind stundenlang durch das jüdische Viertel der Altstadt gezogen, das nach dem Sechstagekrieg neu aufgebaut worden ist, nachdem es zuvor im Krieg von 1948 zerstört wurde und dann unter jordanischer Verwaltung verfallen ist. Wir haben die wieder aufgebaute Hurva-Synagoge gesehen, die noch in den Neunzigern eine Ruine war…

Ursprünglichen Post anzeigen 813 weitere Wörter

Sie rennen, wetzen und eilen. Man kommt kaum noch mit mit all dem, was geschieht. Allein die Geburtstagsorgie im Januar beschäftigt uns, am 2., am 11., am 29., am 30. Seit zwei Jahren nun auch am 1. Februar. Und nicht zu vergessen der Partynachzügler am 15. Februar. Dazu die Bar Mitzvah am 9. Januar live in Jerusalem. Naja, und in den Startlöchern liegt der 50. Geburtstag der Königin. All das will organisiert und durchgeführt werden.

Hinzu kommt, dass die Königin seit letztem Sommer in Stockholm arbeitet, 10 Stunden am Tag, um am Wochenende zu uns kommen zu können. Ich bin in der Zwischenzeit in Lund mit den Prinzen und der Prinzessin zugange und mache auch noch dies und das und jenes, naja, wie wir alle.

Aber, wenn ich mal Zeit habe, wie gerade jetzt, führe ich auch manchmal die Berichterstattung aus Mischpokien weiter, und das kann man dann bei mischpokiska nachlesen. Viel steht da auch nicht, aber immerhin etwas. Man muss bloß aufpassen, dass man sich nicht in den Sprachen verwurschtelt 😉

Ein neues Jahr hat begonnen. Alle Feiertage sind gefeiert, bis auf einen:

Hej, großer Kerl, du hast heute Geburtstag. Du wirst 13 und nächste Woche feiern wir in Jerusalem Deine Bar Mitzwa. Wir sind so froh, dass es Dich gibt, und dass wir nun schon dreizehn Jahre mit Dir zusammen sein dürfen. Wir gratulieren Dir ganz herzlich und freuen uns riesig auf die Woche in Jerusalem und das große Fest, das Dir und uns bevorsteht.

Mazal tov, motek shelanu ! Herzlichen Glückwunsch,  großer Yori!

Wir wünschen Dir alles Glück der Welt zu Deinem 13.

Eben zurück vom Bahnhof setze ich mich, um zusammenzufassen:

1. Meine bessere Hälfte fährt gerade nach Halmstad. Dort will sie ein paar Vorträge vor Gymnasiasten über das Judentum halten. Das machen wir nun schon seit einigen Jahren. Es sind vor allem kleinere Städte, die solche Religions- oder Weltanschauungstage an ihren Schulen organisieren. Dabei geht es darum, den Schülern möglichst authentisch Kenntnisse über die Weltreligionen zu vermitteln. Eine spannende Geschichte, an der wir gern teilnehmen.

2. Gestern hat sie, ebenfalls meine bessere Hälfte (und Hauptautorin dieses Blogs übrigens), ein Telefonat mit einer Dame aus Stockholm gehabt. Ja, sie hat ihn! Sie hat den Job in Stockholm! Dort wird sie am 1. August im jüdischen Kindergarten anfangen zu arbeiten. Und wir ziehen natürlich mit, zunächst erstmal nur virtuell, aber bald dann auch körperlich mit allen Sinnen, sobald es eine Möglichkeit dafür gibt. Es ist ja nicht so leicht, in Stockholm eine brauchbare Wohnung zu bekommen, aber das wird schon, sagt der Optimist.

Ja oder Nein ist hier die Frage…. soll ich wieder anfangen zu schreiben….. Zeit hätte ich, da wohl immer noch kein neuer Job in Aussicht ist …
Ich weiss es nicht, bin irgend wie kraftlos, wohl auch weil ich so dringend etwas zum Geldverdienen finden will und muss.
Aber vielleicht tut es ja doch ganz gut hier mal wieder etwas über unsere etwas verrückte Familie zu schreiben.
Und ausserdem haben wir den Monat Adar und da soll man sich freuen und lustig sein und so kleine lustige und freudige Begebenheiten gibt es hier dann doch immer wieder….

Mitten in einem Einkaufszentrum in Tel Aviv passierte Anfang Juli plötzlich das hier: